Chronik | Niederösterreich
20.07.2018

St. Pöltner bei der Poker-WM: „Der Hype ist unglaublich“

Der ehemalige Profifußballer Mario Mosböck räumte in Las Vegas 100.000 Dollar ab.

Der „Final Table“, der letzte Tisch also, er war schon zum Greifen nahe. Mit dem Sieg und einem Preisgeld in der Höhe 8,8 Millionen Dollar hat es für Mario Mosböck bei der Poker-Weltmeisterschaft in Las Vegas (USA) schlussendlich zwar nicht ganz gereicht, dennoch sorgte er für Schlagzeilen. Mit Platz 67 von 7874 Spielern war er nicht nur einer der besten deutschsprachigen Spieler beim sogenannten Main Event, der St. Pöltner cashte damit auch mehr als 108.000 Dollar ab.

„Der Hype um dieses Turnier ist unglaublich. Es war eine tolle Erfahrung“, erzählt Mosböck im KURIER-Gespräch.

Bekannt geworden ist der 22-Jährigen aber in einer anderen Disziplin. Mosböck kickt schon seit jungen Jahren, schaffte es, mit dem SKN St. Pölten in die Bundesliga aufzusteigen, im August 2017 wechselte er zum Zweitligisten SC Wiener Neustadt. Derzeit ist er bei der Union Hofstetten-Grünau im Bezirk St. Pölten gemeldet, demnächst will er wieder die Fußballschuhe anziehen. „Pokern ist und bleibt ein Hobby für mich, auch nach diesem Erfolg“, betont er.

Dabei verfolgten Millionen von Amerikanern sein Spiel auf dem grünen Filz. Das Turnier wurde vom Sportsender ESPN live übertragen, für einige Stunden stand der St. Pöltner selbst im Scheinwerferlicht der Kameras. „Man muss immer hoch konzentriert bleiben. Ich habe jedenfalls versucht, nicht daran zu denken, um wie viel Geld es bei dem Turnier geht. Aber das gelingt einem natürlich nicht immer“, so Mosböck.

Autogramme

In der Spielerstadt Las Vegas machte der Name Mosböck – natürlich auch durch den TV-Auftritt befeuert – jedenfalls schnell die Runde. „Uber-Fahrer haben mich angesprochen, ein älterer Texaner wollte sogar ein Autogramm von mir“, lacht der Hobby-Spieler.

Bleibt freilich noch die Frage, was er nun mit den mehr als 100.000 Dollar an Preisgeld machen will: Mosböck sagt, dass er trotz der Summe am Boden bleiben will. „Ich bin ein sehr sparsamer Mensch, komme mit wenig Geld aus. Allerdings reise ich sehr gerne. Das will ich auf jeden Fall auch weiterhin tun.“

Und 2019 könnte es auch wieder nach Las Vegas gehen.