Chronik | Niederösterreich
14.10.2017

St. Pölten: Mehrparteienhaus in Flammen

20 Wohnungen mussten evakuiert werden. Als Ursache wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

Beim Brand eines Mehrparteienhauses in St. Pölten sind am Samstag 20 Wohnungen evakuiert worden. Das Feuer dürfte gegen 5.30 Uhr auf einer Müllinsel vor dem Gebäude ausgebrochen sein, die Flammen griffen auf die Fassade und den Dachstuhl über. Nach ersten Angaben dürfte es keine Verletzen geben. Sieben FF mit 110 Mitgliedern standen im Einsatz, teilte NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger mit.

Der Dachstuhl des Hauses in der Herzogenburger Straße stand in Vollbrand, bei den Löscharbeiten wurden auch zwei Drehleitern und eine Teleskopmastbühne eingesetzt. Das Feuer war am Vormittag unter Kontrolle.

Der Bezirksbrandermittler hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen. Am Montag sollen Ermittler des Landeskriminalamtes mit Spezialhunden das Gebäude in Augenschein nehmen, teilte NÖ Polizeisprecher Johann Baumschlager mit. Aussagen über die Ursache seien bis zur Klärung "Spekulation", betonte er.

Die Beurteilung des Schadensfalles sei Aufgabe der Polizei, hielt Baumschlager fest. Der Brand war nach Feuerwehrangaben von einer Müllinsel ausgegangen, die Flammen hatten auf die Fassade und den Dachstuhl des Mehrparteienhauses übergegriffen. Da die Einsatzkräfte in der Nacht auf Samstag zu mehreren Mistkübelbränden im Stadtgebiet alarmiert worden waren, wurde von der Feuerwehr Brandstiftung als mögliche Ursache genannt.