Das "Home of Spusu" in Asparn an der Zaya: Alles unter einem Dach

Das Weinviertler Unternehmen Spusu hat in der Gemeinde mehr als einen neuen Firmenstandort geschaffen: Es geht um eine Belebung des Ortskerns.
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Am Samstag und am Sonntag wird am Hauptplatz 12 und 13 in Asparn an der Zaya angestoßen. Aber nicht nur deshalb, weil dort erstmals die Weinviertler Weintour stattfindet; tatsächlich gibt es für Spusu-Geschäftsführer Franz Pichler und sein Team noch viel mehr zu feiern.

Denn gegenüber dem Gemeindeamt wurde das neue „Home of Spusu“ geschaffen, der nächste Standort des Mobilfunkanbieters aus dem Weinviertel. Damit gibt es 50 neue Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens, und das direkt in der Region.

Einkaufen und wohnen

„Die Gemeinde ist auf uns zugekommen und hat uns zwei Gebäude angeboten“, erzählt Pichler, wie das neue Projekt ins Rollen kam. Rund 40 Jahre lang standen die beiden Privathäuser leer, bevor die Gemeinde sie ankaufte. Doch was sollte an einem zentralen Standort wie diesem entstehen? Mitten im Ortszentrum wäre ein reines Bürogebäude für die Bewohnerinnen und Bewohner nämlich nur wenig attraktiv gewesen.

„Besonders schön ist, dass die Bevölkerung dem Projekt so positiv gegenüber steht: Ich habe noch nicht eine negative Meinung darüber gehört."

von Franz Pichler

Spusu-Geschäftsführer

Deshalb hat Spusu fünf Millionen Euro investiert, um zehn Wohnungen und eine moderne Nah&Frisch-Filiale in dem neuen Gebäude zu vereinen. Der Nahversorger wurde als sogenannter Hybridmarkt konzipiert, man kann also an Schließtagen mittels Selbstbedienung einkaufen. Und auch das volle Spusu-Angebot findet sich an dem Standort; sowohl der Spusu-Wein wird dort verkauft als auch die E-Bikes, die ein weiteres Standbein der Unternehmerfamilie Pichler sind.

„Besonders schön ist, dass die Bevölkerung dem Projekt so positiv gegenüber steht: Ich habe noch nicht eine negative Meinung darüber gehört. Die Leute reden uns sogar beim Spaziergehen darauf an, dass sie es super finden und dass das ,Home of Spusu‘ für Asparn eine Aufwertung ist“, erzählt Franz Pichler, der im Nachbarort Olgersdorf lebt.

Bei der Eröffnung am Wochenende kann man sich selbst einen Eindruck vom „Home of Spusu“ verschaffen. Nur ein Bereich des Projekts ist noch nicht ganz abgeschlossen, und zwar der Bau der Wohnungen. Die sollen all jenen, die sich ein Haus in der Gemeinde nicht leisten können oder wollen, eine Alternative zum Hausbau bieten. Ein entscheidender Punkt, vor allem für junge Menschen in ländlichen Regionen, die es sonst in die Städte zieht.

"Arbeit kommt zu den Leuten"

Damit ist das „Home of Spusu“ nicht mehr nur ein Firmenprojekt, sondern ein aktiver Beitrag zur Ortskernbelebung – ein Thema, mit dem viele Gemeinden zu kämpfen haben. „Für uns war für dieses Projekt entscheidend, dass viele unserer Mitarbeiter aus meiner Heimat kommen. Nun brauchen sie nicht mehr nach Wien zu pendeln, sondern können zu Fuß gehen oder mit dem E-Bike fahren“, so Pichler. Ein Weg, den er auch anderen Unternehmern ans Herz legen will: „Ich glaube, dass im Moment eine Trendumkehr stattfindet: Die Arbeit kommt zurück zu Leuten. Bei Bürotätigkeiten ist das nur ein sinnvoller Schritt.“

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