Spektakel der Strapazen weckt Zukunftshoffnung am Ötscher
Persönliche Grenzen ausloten: Zieleinlauf am Berg beim Ötscher Trail 2025.
Läufer aus 17 Nationen reisen am Wochenende im Ötscherdorf Lackenhof an, um dort freiwillig die letzte Energie aus ihren Körpern zu pumpen. Erstmals im Juni steht drei Tage lang der strapazenreiche Ötscher Trail am Programm. Eine internationale Elite an Bergläufern wird in verschiedenen Bewerben durch die Ötschergräben hetzen oder so schnell wie möglich dem Gipfelkreuz auf 1.893 Meter Seehöhe entgegeneilen.
Start in eines der Bergabenteuer im Vorjahr.
Jene, die am Sonntag zum Veranstaltungsende mit dem Titel Ötscher-Hero gekürt werden, haben an drei Tagen hintereinander erfolgreich an den Hauptbewerben teilgenommen. Sie werden dann 78 Kilometer im steilen alpinen Gelände und 5.000 Höhenmeter in den Beinen haben, rechnet Veranstalter Thomas Bosnjak vor. 25 der insgesamt rund 400 angemeldeten Läufer gehen auf den Hero-Titel los.
Zum 27. Mal wird die Kultveranstaltung unter den Bergläufern, die der einheimische Extremsportler Herbert Egger erstmals 1997 organisierte, über die Bühne gehen. Seine Idee, den "Grand Canyon" am Ötscher weltweit bekannt zu machen, ging auf. Top-Skyrunner und Trailläufer reisen sogar aus Australien zum heurigen Event an.
Sportprominenz
Aber auch österreichische Sportprominenz ist angesagt. So wird Olympiateilnehmerin und Marathon-Rekordhalterin Julia Mayer beim Sprintbewerb teilnehmen. Sie will so Kraft für den EM-Start in Birmingham sammeln. Aber auch andere Skyrun-Europameister und frühere Ötscher Trail-Sieger stehen in der Starterliste, die noch bis zum Donnerstag offen ist. Etliche der Läufe sind Staatsmeisterschaftsläufe oder zählen zu den großen Berglauf-Cups.
Nachdem zuletzt die Zusage des Landes NÖ über die Fortführung des Liftbetriebs für Aufatmen sorgte, beflügeln Events wie der Ötscher Trail touristische Zukunftshoffnungen. Die Suche nach ganzjährigen touristischen Angeboten gestaltet sich am Ötscher schwierig.
Der Trail-Laufsport könnte ganz sicher ein Standbein sein, glaubt der Manager großer Berglaufevents Bosnjak. Vor allem gibt es rund um das Ötscherdorf bereits angelegte und markierte Trail-Strecken, "die leider fast nicht genutzt werden."
Extremläufe durch die idyllischen Ötschergräben.
Hier mithilfe von Influencern und Laufworkshops für Frequenz zu sorgen, wäre sicher möglich, so Bosnjak. "Wir könnten dabei gerne einen Beitrag leisten", bietet er an. Für den nächstjährigen Ötscher Trail habe man jedenfalls schon attraktive Neuigkeiten in Planung.
Vielfalt
Zuvor steigt das heurige "Fest der Strapazen". Los geht‘s am Freitag (15 Uhr) mit dem Sturm auf den Ötscher-Gipfel. Beim Vertical Race geht es schnurstracks 5,1 Kilometer und 1.140 Höhenmeter nach oben.
Kletterpassagen sind nicht die Ausnahme, sondern die Normalität.
Im Tal steigt um 17 Uhr der Kids Trail für verschiedenste Altersstufen in der Ötscher-Arena. Samstagfrüh (7.30 Uhr) fällt der Startschuss für den Ötscher Trail Marathon (50 km, 2.300 Höhenmeter). Ebenso startet der Speed Trail (16,7 km) über den Riffelsattel und den Kleinen Ötscher.
Die Hauptläufe an allen drei Tagen bewältigt: Ötscher-Heros aus 2025.
Beim Skyrace über 22 km/2.000 Höhenmeter am Sonntag geht‘s unter anderem den Rauhen Kamm dem Gipfel entgegen.
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