© Herbert Kaefer

Chronik Niederösterreich
05/22/2020

SPÖ NÖ feiert ihr 75-jähriges Bestehen

Zum Jubiläum kommt von SPÖ-Chef Schnabl und dem Landesgeschäftsführer Kocevar Kritik.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten am 14. April 1945 ehemalige Funktionäre der SDAP und Vertreter der RS in Wien die „Sozialistische Partei Österreichs“. Am 22. Mai 1945 fand die erste Sitzung der SPÖ Niederösterreich statt. Das Jubiläum nahm Landesparteivorsitzender Franz Schnabl zum Anlass, an die Errungenschaften der Partei zu erinnern.

Schaffung von Arbeitsplätzen

„Nach dem Krieg war Niederösterreich geprägt von der Landflucht als Konsequenz schlechter sozialer Bedingungen der Landarbeiterinnen und -arbeiter. Es sollte der Lebensstandard gehoben werden. Modernes Dorf mit dem Ausbau von Technik und Landwirtschaft, kultureller Fortschritt sollte erreicht werden“, so Schnabl. Der damalige Vorsitzende der SPÖ NÖ (Anm.: Oskar Helmer) habe für eine großzügige Raumplanung als Voraussetzung für Industrialisierung und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen plädiert. Diese Situation und die miserablen Bedingungen für Arbeiter seien es gewesen, die die SPÖ stark werden ließen. „Nun muss man mit der gleichen Entschlossenheit an die Schaffung von Arbeitsplätzen herangehen“, fordert Schnabl.

SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar wirft der Regierung in Bezug auf die Wirtschaftspolitik Untätigkeit vor. „Der ÖVP, die in ihrem Machtrausch ausschließlich Klientelpolitik betreibt, ist es offenbar egal, was sie anrichtet. Deswegen unterstützen wir niederösterreichischen Sozialdemokraten die parlamentarische Bürgerinitiative „Rettung der Gemeindeleistungen“. Liquidität für Gemeinden sei zentral für einen guten wirtschaftlichen Start nach der Krise. Kocevar will daher sofortige Hilfen für die Kommunen.