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SPÖ tauscht in Niederösterreich den Klubobmann aus

Überraschender Wechsel an der Spitze des SPÖ-Klubs. Hannes Weninger zieht sich zurück, Rene Zonschits wird der neue Klubobmann.
Ein Mann in einem Anzug spricht an einem Rednerpult mit Mikrofonen.

Seit seiner Bestätigung als Landesparteiobmann rührt Landesrat Sven Hergovich in seiner Partei kräftig um. In der Vorwoche wurde die Schwechater Bürgermeisterin Karin Baier neben Wolfgang Zwander zweite Landesgeschäftsführerin. Und im Landtagsklub wurde am Vormittag ein Wechsel an der Spitze der Fraktion vollzogen. Der bisherige Klubobmann Hannes Weninger aus Gießhübl (Bezirk Mödling) gibt die Funktion des Klubobmannes ab und wird einfacher Landtagsabgeordneter. In seine Funktion wurde Rene Zonschits aus Ollersdorf im Bezirk Gänserndorf gewählt. Für Beobachter kommt dieser Schritt überraschend, er soll aber schon länger geplant gewesen sein, wie aus der SPÖ zu erfahren war.

Ein Mann im Anzug mit einem Wappen am Revers lächelt in die Kamera.

Rene Zonschits ist der neue Klubobmann der SPÖ in Niederösterreich.

Offiziell wollte noch niemand dazu Stellung nehmen. Intern wird für den Wechsel ein einfacher Grund genannt: Hannes Weniger ist heuer 65 Jahre alt geworden und macht deswegen den Schritt zurück in die Reihe der Landtagsabgeordneten. Tatsächlich ist die Erklärung aber nicht so einfach: Hannes Weniger zählt zu den altgedienten Landesmandataren der SPÖ, auch wenn er fast zehn Jahre im Nationalrat verbracht hatte. Er zählte auch zu dem Team, das 2023 die Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP geführt hat. In ÖVP-Kreisen wird ihm vorgeworfen, dass die Verhandlungen nicht zuletzt auch in ihm gescheitert wären. Tatsächlich pflegt er mit der schwarzen Fraktion nicht das beste Einvernehmen.

Bei Rene Zonschits (41) ist das anders. Ihm wird nachgesagt, dass er mit allen Fraktionen eine gute Gesprächsbasis hat. Speziell im Marchfeld war er der SPÖ-Vertreter, der gemeinsam mit ÖVP und FPÖ für die Errichtung der Schnellstraße S8 gekämpft hat. Somit kann Zonschits auch als Angebot an die ÖVP gesehen werden. Da wird auch um eine bessere Zusammenarbeit gerungen, nachdem in der Vorwoche ÖVP und FPÖ - konkret die Klubobleute Kurt Hackl und Reinhard Teufel - SPÖ-Landesrätin Eva Prischl wegen des SPÖ-Vetos gegen die Auflassung von Notarztstützpunkten die Gelbe Karte gezeigt worden ist. 

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