© Theaterfest NÖ 2019/Daniela Matejschek

Chronik Niederösterreich
04/30/2020

Sommertheater NÖ: Absage der Produktionen wird empfohlen

Die traditionellen Theaterproduktionen an 20 Spielorten in Niederösterreich werden heuer der Corona-Krise zum Opfer fallen.

von Martin Gebhart

Tagelang war intern diskutiert worden, jetzt hat Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auch öffentlich einen Pflock eingeschlagen. Angesichts der Corona-Vorgaben empfiehlt sie, für heuer die Produktionen im Rahmen des Theaterfestes Niederösterreich abzusagen. Es ist aber nur eine Empfehlung, die endgültige Entscheidung liegt bei den Veranstaltern.

Für das kulturelle Leben in Niederösterreich ist das eine schwere Entscheidung. Der Theatersommer hatte sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Institution entwickelt. Über das ganze Land verteilt, wurde an 20 Standorten Theater, Oper oder Operette gespielt. Das war auch für heuer in großem Umfang geplant - ehe die Corona-Krise ausgebrochen ist. Unter den momentanen Beschränkungen ist es kaum möglich, nur einigermaßen kostendeckend zu agieren. Trotz der Förderungen von Land und den Standortgemeinden.

Hilfe für Theaterstandorte

Aber auch wenn nicht gespielt wird, bleiben die Förderungen des Landes für die Standorte und auch für die übrigen Sommerfestivals aufrecht. Das hat Johanna Mikl-Leitner zugesagt. Gleichzeitig  kündigt  sie Stipendien von bis zu 3.000 Euro für freischaffende Künstler an.

Für die Intendanten, Schauspieler, Sänger, Musiker, Regisseure, Bühnenbildner etc. ist es ein schwerer Schlag, dass das Theaterfest nicht wie gewohnt stattfinden kann. Noch ist nicht klar, wie sich die Standorte entscheiden werden. Man rechnet aber damit, dass fast alle die Stopptaste drücken werden. Einige haben ja bereits verkündet, dass heuer nicht gespielt wird. Womit die Frage bleibt, wie die Hundertschaft an Künstlern, die alljährlich mit Hilfe des Theaterfestes einen Sommervedienst hatten, diesen Ausfall verkraftet. Und ob sie für dieses Auftritts-Loch eine Entschädigung erhalten können.

In diesem Zusammenhang fordert Mikl-Leitner auch mehr Klarheit von Kunststaatssekretärin Ulrike Lunacek. Man erwartet sich, dass da auch der Bund aktiver wird.

Abwarten in Grafenegg

Noch immer nicht klar ist, ob das Festival Grafenegg im August stattfinden wird. Diese Entscheidung soll Mitte bis Ende Mai getroffen werden. Selbst wenn auf der Bühne des Wolkenturms musiziert wird, dann mit einem ganz anderen Programm als geplant. Dafür sorgen nicht zuletzt die internatioanlen Reisebeschränkungen. Es gibt dazu bereits Überlegungen, diesmal nur mit österreichischen Orchestern ein Programm zu gestalten.

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