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Chronik Niederösterreich
01/23/2020

"Signalgrau": Neues Bundesheer-Barett sorgt für Diskussionen

Rund 800 Soldaten bekommen eine neue Kopfbedeckung. Für manche ist das in Zeiten von Geldnot ein falsches Signal.

von Johannes Weichhart

Stolz blicken die Angehörigen der Theresianischen Militärakademie (MilAk) in die Kamera. Soeben wurde ihnen ein neues Barett überreicht, das es bisher im Bundesheer noch nicht gab. Entwickelt wurde es für die rund 800 Mitglieder der MilAk, der Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) und der neu geschaffenen Sicherheitsschule.

Die ersten Exemplare wurden überreicht

An der Form hat sich zwar nichts geändert, aber die Farbe "Signalgrau" ist in der Armee doch neu. Ausgeteilt wurden die ersten Exemplare von Karl Pronhagl, Chef der Militärakademie in Wiener Neustadt.

Kritik

In den sozialen Medien, aber auch in den Reihen des Heeres sorgt das neue Barett nicht nur für Begeisterung. "Es ist derzeit das absolut falsche Signal. Wir sagen immer, dass wir kein Geld haben, und dann wird so ein Projekt gemacht", sagt ein Offizier zum KURIER. Aber auch auf Facebook gibt es kritische Kommentare. "Gerade jetzt, wo das Heer vor die Hunde geht, ist das unsere größte Sorge", schreibt ein empörter User.

Beliebte Kopfbedeckung

Laut Wikipedia ist das Barett seit dem 15. Jahrhundert in der europäischen Mode bekannt und wurde ursprünglich als Zeichen gebildeter Stände getragen. Über den Adel wurde das Barett zu einem europaweit beliebten Modestück bei Bürgertum und Bauernstand. Mit dem Aufkommen neuer Hutformen im Laufe des 16. Jahrhunderts, speziell im damals stilbildenden Spanien, wurde das Barett bis 1600 langsam wieder aus der Mode verdrängt.

Bei den im späten 15. Jahrhundert ebenfalls aufkommenden Landsknechten war das Barett neben anderen Hutformen und Helmen eine sehr beliebte militärische Kopfbedeckung.

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