Sie kocht für Mister President

Cristeta Comerford wird künftig Obamas Lieblingsspeise zubereiten: Chili con Carne. Für populäre Starköche ist kein Platz im Weißen Haus.


Entgegen allen Spekulationen wurde erneut Cristeta Comerford zur Chef-Köchin ins Weiße Haus bestellt. Die 46-jährige sorgt bereits seit 1995 für das kulinarische Wohl der US-Präsidenten, deren Familien und Gäste. Seit 2005 stellt sie dort als erste Frau und erste Philippina die Küchenchefin. Der ehemalige Chef Comerfords beschreibt sie als Allroud Talent, eine großartige Chefköchin. Die First Lady, Michelle Obama, nannte den Familiensinn sowie Comerfords Wertschätzung für gesunde Ernährung als entscheidende Gründe. Auf Comerford wartet nun eine verantwortungsvolle Aufgabe. Ihre langjährige Erfahrung ist zwar ein Plus, sie muss sich dennoch auf die neue First-Family sowie deren Essgewohnheiten und Vorlieben einstellen.

Der "American Dream" wird wahr

Cristeta Comerford wurde 1962 in Manila geboren. Sie wuchs in einer Großfamilie – der Vater Lehrer, die Mutter Schneiderin – mit 10 Geschwistern auf. Comerford studierte an der Universität der Philippinen Lebensmittel-Technologie, emigriete aber mit 23 Jahren in die USA. Nachdem sie mit ihrem Ehemann - John Comerford, Chefkoch und Vater der gemeinsamen Tochter - von Chicago nach Washington D.C. zog, arbeitete sie in mehreren renommierten Hotel-Restaurants. Internationale Kocherfahrung sammelte sie zudem während eines sechs-monatigen Aufenthalts in Wien.

Disziplin und Diskretion

Als Chefkoch im Weißen Haus sollte man in erster Linie ein Gefühl dafür haben wie man Speisen zusammenstellt und präsentiert. Verlangt werden außerdem ein breites kulinarisches Wissen sowie die Fähigkeit, dieses Wissen umzusetzen. Der Fokus muss auf das Wohlergehen der First Familiy gerichtet sein. Auch bei Staatsbanketten und Empfängen kocht Comerford zukünftig auf. Äußerste Diskretion gilt dabei als oberstes Gebot.

Spekulationen und Gerüchte

Glaubt man Spekulationen, so waren auch Rick Bayless und Art Smith im Rennen um den renommierten Chef-Posten. Beide sind preisgekrönte Chicagoer Starköche und den Amerikanern durch ihre zahllosen Kochbuch-Publikationen und TV-Auftritte bekannt. Rick Bayless betreibt in Chicago unter anderem den Edel-Mexikaner "Topolobampo", in dem die Obamas regelmäßig zu Gast waren - vermutlicht weil US-Präsident Barack Obama dort sein Lieblingsessen Chili genießen konnte. Art Smith sieht Essen als Mittel, um Familie und Freunde an einem Ort des Genusses zusammenzubringen. Er kochte für die Familien vieler Stars, darunter Oprah Winfrey und betreibt das Restaurant "Table 52" in Chicago, sowie ein Restaurant in Washington D.C. Gegen beide Köche sprach jedoch, dass sie sich zu sehr auf ein Gebiet spezialisiert haben. Ein Chefkoch im weißen Haus muss ein versierter Alles-Könner, wie Comerford, sein. Zudem hat es bislang noch nie ein Starkoch ins Oval Office geschafft, denn dort ist nur Platz für zwei Stars – Den Präsidenten und seine First Lady.

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(bd) Erstellt am
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