Chronik | Niederösterreich
29.10.2013

Schwechater Bürgermeister tritt zurück

Hannes Fazekas erklärt überraschend seinen Rücktritt.

Knalleffekt in Schwechat: Bürgermeister Hannes Fazekas (SPÖ) gab Dienstagnachmittag seinen Rücktritt bekannt. Im November soll sein Nachfolger vorgestellt waren. Grund für seine Entscheidung sei neben dem Wahlergebnis – die SPÖ fasste bei der Nationalratswahl in Schwechat ein Minus von 9,72 Prozent aus – auch der Wunsch der Partei nach Veränderung gewesen. Eine geordnete Übergabe soll vor 14 Tagen in den SPÖ-Parteigremien besprochen worden sein, heißt es in einer Stellungnahme.

Im Endeffekt dürften den Stadtchef das Finanzdesaster rund um die Veranstaltungshalle Multiversum sowie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen angeblich unsauberer Geschäfte den Kopf gekostet haben. Schon Montagabend hatten ihm zahlreiche Mitglieder der eigenen Partei das Misstrauen ausgesprochen. Fazekas zog somit die Konsequenzen – noch bevor der Rechnungshofbericht über die Stadt das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Dieser soll verheerend ausfallen.

„Ich habe in den letzten 16 Monaten all meine persönliche und politische Kraft darin gesteckt, die Stadt Schwechat aus einer schwierigen Situation zu führen. Ich habe die notwendigen Schritte für mehr Aufklärung und Kontrolle gesetzt und daran gearbeitet, Projekte, die für die Menschen in dieser Region wichtig sind, nachhaltig zu sichern", sagte Fazekas in einer Erklärung.

Er habe sehr gerne für diese Stadt und die Menschen der Stadtgemeinde Schwechat gearbeitet. Vieles sei gelungen – Schwechat sei eine großartige Stadt von höchster Lebensqualität, die ihren Einwohnern ein lebenswertes Zuhause ist, sagte der Bürgermeister.