Vize Gerhard Frauenberger könnte bald neuer Stadtchef werden

© PHILIPP KIENZL /Philipp Kienzl

Schwechat
11/12/2013

Vize als neuer Stadtchef nominiert

SPÖ soll sich auf Gerhard Frauenberger als Nachfolger von Hannes Fazekas geeinigt haben

von Katharina Zach

Es war ein zähes Ringen innerhalb der gespaltenen SPÖ-Fraktion um die Nachfolge von Schwechats Bürgermeister Hannes Fazekas.

Nun dürfte ein Nachfolger feststehen: Vizebürgermeister Gerhard Frauenberger, einer jener Parteikollegen, der sich in den vergangenen Wochen von Fazekas distanziert hatte, soll nun neuer Stadtchef werden. Nach der Einigung haben jedoch zehn bürgermeistertreue Stadt- und Gemeinderäte der SPÖ ihren Rücktritt angekündigt. Unter ihnen die gesamte SPÖ-Sektion Rannersdorf.

Fazekas hatte – wie berichtet – aufgrund des Skandals rund um die Veranstaltungshalle Multiversum Ende Oktober seinen Rückzug angekündigt, nachdem ihm sogar von knapp der Hälfte der eigenen Parteikollegen das Misstrauen ausgesprochen wurde. Vielleicht-bald-Bürgermeister Frauenberger selbst gibt sich jedoch noch zurückhaltend. Er habe noch kein Rücktrittsschreiben von Fazekas erhalten – zumindest bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe. „Die Parteigremien werden das in nächster Zeit entscheiden“, sagt er.

Fakt ist jedenfalls, dass die nächste Gemeinderatssitzung von 18. auf 25. November verschoben worden ist, um notwendige Fristen einzuhalten.

Nicht nur bei der Opposition stößt der lange Zeitraum, einen Nachfolger zu ernennen, auf wenig Verständnis. Die ÖVP spricht sogar von Versuchen Fazekas die Macht zu erhalten. Immerhin ticke die Zeit zur Rettung des Multiversums. „Ende November soll die Umschuldung finalisiert werden“, sagt etwa der Grüne Peter Pinka.

Gut informierte Quellen berichten, dass sich die SPÖ in den Verhandlungsrunden derart zerstritten gezeigt hat, dass bei den Sitzungen teils sogar ein Mediator vermitteln musste. Bestätigen wollte das freilich niemand. Ein von jenem Teil der SPÖ, der dem Misstrauensantrag nicht zugestimmt hatte, nominierter Nachfolger sei abgelehnt worden. Da man habe schließlich nachgegeben, heißt es aus dem betreffenden Teil der Stadt-SPÖ.

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