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Chronik Niederösterreich
11/24/2020

Schüsse, Drogen, Feuer: Bande in NÖ verhaftet

Fünf Beschuldigte konnten von der Polizei ausgeforscht werden. Sie trieben in den Bezirken Lilienfeld und St. Pölten ihr Unwesen.

von Johannes Weichhart

Nach der Festnahme eines 29-Jährigen, der im Frühjahr mit einer Schrotflinte auf das Haus eines Bekannten geschossen hat, sind weitere Straftaten von insgesamt vier weiteren Beschuldigten in Niederösterreich aufgeflogen. Die Verdächtigen sollen nach Angaben der Polizei vom Dienstag für zahlreiche Sachbeschädigungen, Diebstähle, Brände und Drogendelikte verantwortlich sein.

Reifen zerstört

Der 29-Jährige aus dem Bezirk Lilienfeld hatte im Jänner den Eingangsbereich der Wohnung eines Altersgenossen in St. Aegyd am Neuwalde (Bezirk Lilienfeld) mit Lack besprüht und die Reifen seines Autos mit Kaminanzündern beschädigt, bevor er am 11. Februar mit einer Schrotflinte auf dessen Schlafzimmerfenster feuerte. Der Bewohner blieb unverletzt.

Der Beschuldigte wurde im Mai ausgeforscht und festgenommen, teilte die Landespolizeidirektion Niederösterreich mit. Er war geständig und wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Die Ermittler ordneten dem 29-Jährigen und einem weiteren Altersgenossen aus dem Bezirk St. Pölten laut Exekutive die Beschädigung zahlreicher Radarstationen mit Lackspray sowie mehrere Treibstoffdiebstähle von Tankstellen in der Landeshauptstadt und in Lilienfeld zu. Der Komplize soll zudem Wavenet- und Holzmasten in Rabenstein an der Pielach und Hofstetten-Grünau (beide Bezirk St. Pölten) angezündet haben.

EU-Haftbefehl

Der 29-Jährige aus dem Bezirk St. Pölten soll sich zudem im April einer Kontrolle der Grenzpolizei in Tschechien entzogen haben. Tschechische Beamten fanden später Suchtmittel, eine Schrotflinte und zwei „Ghostface“-Masken in seinem Auto. Weil die Staatsanwaltschaft St. Pölten gegen den Mann einen EU-Haftbefehl erlassen hatte, wurde er am 4. November in Tschechien festgenommen, wo er sich derzeit in Auslieferungshaft nach Österreich befand.

Außerdem forschte die Exekutive im Verlauf der Ermittlungen einen 30-Jährigen Niederösterreicher aus, der in seiner Wohnung 31 Cannabispflanzen angebaut hatte. Die Polizei fand dort zudem getrocknetes Cannabiskraut, Utensilien zur Erzeugung von Crystal Meth sowie eine CO2-Pistole. Der Beschuldigte war geständig und wurde der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.

In weiterer Folge kamen die Ermittler einem 32-Jährigen Österreicher auf die Spur, der von Ende 2018 bis April 2020 in verschiedenen Wohnungen in Wien und Niederösterreich mit einem mobilen Labor etwa ein Kilo Crystal Meth erzeugt und Drogen an zumindest 15 Konsumenten verkauft haben soll. In Kooperation mit tschechischen Behörden wurden ihm und einem 44-jährigen Tschechen die Einfuhr von 170 Gramm Crystal Meth und 600 Gramm Cannabiskraut nach Österreich zugeordnet.

Beamte des Bundeskriminalamtes stellten das mobile Labor in einem Schuppen in Leopoldsdorf (Bezirk Bruck an der Leitha) sicher.

Festnahme

Der Österreicher wurde am 6. Mai festgenommen, in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert und befand sich aktuell in Untersuchungshaft.

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