Dem Himmel so nah: Hotel am Schneeberg für 2 Mio. Euro zu haben

Das Hotel liegt direkt bei der Bergstation der Zahnradbahn
Betreiber Jaro Stastny denkt mit 78 Jahren "langsam" ans Aufhören. 30 Jahre lang hat er den Betrieb in 1.800 Meter Höhe geführt.

Fast 170.000 Gäste brachte die Schneebergbahn im Vorjahr auf den höchsten Gipfel Niederösterreichs. Dort, wo sie aus der Zahnradbahn steigen, wartet auf knapp 1.800 Meter Seehöhe das höchstgelegene Hotel des Bundeslandes. Und das steht derzeit zum Verkauf.

Für wohlfeile 1,9 Millionen Euro bietet sich die Chance, Hotelier am Schneeberg zu werden. Mit 78 Jahren denkt Besitzer Jaroslav Stastny nach 30 Jahren langsam daran, das Berghaus Hochschneeberg in andere Hände zu geben. "Mein Draht zum Herren nach oben ist in dieser Höhe ja etwas kürzer. Aber bis ich 88 Jahre bin, würde ich schon noch gerne durchhalten", scherzt der Grandseigneur des Schneebergs.

Aktuell sucht das renommierte Immobilienunternehmen Austria Sotheby’s International Realty nach einem geeigneten Käufer für das Objekt.

Ein Objekt in Alleinlage auf dem Schneeberg

Ein Objekt in Alleinlage auf dem Schneeberg 

27 Zimmer und Berggasthof

"Der Berg, das milde Reizklima und die herrliche Landschaft haben von jeher Menschen angezogen – Kaiser, Wissenschaftler, Dichter, Musiker, Fabrikanten – und Puchberg schon zur Kaiserzeit als Kur- und Ferienort berühmt gemacht." So macht Sotheby’s Appetit auf ein Hotel mit 27 Zimmern, Berggasthof samt Bar, Hotelrestaurant, Cafeteria und einem atemberaubenden Fernblick.

Ganz in Alleinlage direkt bei der Bergstation der Schneebergbahn gelegen, präsentiert sich das Hotel auf einem 4.475 Quadratmeter großen Grundstück. Das Wort Alleinlage bekommt in der Abgeschiedenheit des Hochschneeberges eine völlig neue Bedeutung.

Die Unterkunft ist für müde Wanderer genau so ideal geeignet, wie zur Beherbergung von Schulklassen, oder Urlauber, die in den heißen Sommermonaten der Hitze entfliehen wollen, erklärt Barbara Bradler von Austria Sotheby’s International Realty.

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1995 hat Stastny damals das Hotel von den ÖBB bei gutem Wind gekauft. Seine Leidenschaft für das Haus ist auch nach drei Jahrzehnten groß. Deshalb wäre er auch nicht böse darüber, wenn das mit dem Verkauf sich noch etwas in die Länge zieht, meint der Hotelier.

Klimawandel

Durch den Klimawandel, wie Stastny erklärt, haben sich die Betriebszeiten des Hauses in den vergangenen Jahren stetig verlängert. Das Hotel und der Gastbetrieb haben von April bis November geöffnet. So lange werden Touristen in der Regel auch mit der Zahnradbahn auf den Gipfel gebracht.

Über 3.500 Personentransporte sind mit der Schneebergbahn an frequenzstarken Tagen keine Seltenheit. Dazu kommen all jene, die den Schneeberg zu Fuß erklimmen.

Kaiserin-Elisabeth-Gedächtniskirche

In Betrieb genommen wurde die Bahn 1897. Ein Jahr nach der Eröffnung wurde das Hotel nach Plänen der Theaterarchitekten Helmer und Fellner erbaut. Auch Kaiser Franz Josef war im Juni 1902 einer der Besucher. Er ließ die Kaiserin-Elisabeth-Gedächtniskirche auf dem Hochschneeberg, eine kleine Kirche im Jugendstil, zu Ehren seiner Frau Elisabeth erbauen.

Gäste des Hotels erwartet an schönen Tagen ein Panoramablick bis zum Neusiedlersee. Das Hotel ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen in dem Gebiet, zum Beispiel auch für eine Tour zum Klosterwappen - mit 2.076 Metern die höchste Erhebung Niederösterreichs.

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