Schlussoffensive der SPÖ

Schlussoffensive der SPÖ © Bild: privat

Alle sechs Parteien blasen heute zum „Grande Finale“ beim Wochenmarkt. SPÖ-Landes-Vize Leitner leistet Schützenhilfe.

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Fast könnte man meinen, die SPÖ Waidhofen hat den Stadtplatz zu ihrem „Zweitwohnsitz“ erklärt. Mit zwei finalen Wahlkampfaktionen in der City wollen sich der rote Spitzenkandidat Martin Reifecker und sein Team die letzten Stimmen sichern. SPÖ-Landeschef Josef Leitner kommt den Genossen am heutigen Wochenmarkt zu Hilfe. Samstag Vormittag gibt’s die Abschlussparty.

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„Der Wahlkampf war toll und abwechslungsreich. Wir haben viel Zustimmung bekommen“, ist Reifecker mit den teils schrillen aktionistischen Einlagen zufrieden. Auch zur ständig wiederholten roten Dauerforderung „Mehr Transparenz“ bekennt sich der Listenchef weiter. „Das zieht sich von der Bundespolitik bis zu uns nach Waidhofen. Da muss sich schnell etwas tun, sonst laufen uns die Leute in Scharen davon und die Demokratie ist kaputt“, meint er.

Direkte Mitsprache der Bevölkerung und Bürgerforen seien das richtige Mittel gegen diese Tendenz, lautet Reifeckers Forderung. Die 49,4 Prozent der Wähler neben der knappen absoluten WVP-Mehrheit dürfe nicht mehr weiterhin „völlig ignoriert werden“, übt sich Reifecker, der erstmals SPÖ-Spitzenkandidat ist, in Wahlkampfrhetorik. Inhaltlich komme seine Partei bei den Leuten mit der Forderung nach sanierten Gemeindestraßen, mehr Radwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln zum Nulltarif gut an, versichert er. Fehlendes Geld für diese Maßnahmen habe die WVP etwa mit einem 3,5-Millionen-Verzicht beim Schlosshotel und den um Millionen zu hohen Kosten für den Plenkersaal verschenkt, behauptet Reifecker.

Für den Wahlausgang am Sonntag zeigt sich der Parteichef optimistisch. Zwei zusätzliche Mandate zu den bestehenden zwölf SPÖ-Sitzen würden das Aus für die Absolute der WVP bedeuten. Reifecker: „Dann würde es in der Stadt bunter und spannender.“

Dreitageskampf

Mit drei Themen und dreitägigem Intensivwahlkampf will Waidhofens Original, Zuckerbäcker Karl Piaty, als 20. Kandidat der Bürgerliste UWG das Feld von hinten aufrollen. Piaty bringt den 2007 umkämpften Glaskubus am Rothschildturm wieder ein. Zudem kritisert er, dass er auf der WVP-Liste drei rechtlich höchst bedenkliche Kandidaturen vermute. Drittens klagt er über Geldverschwendung durch das oft löchrige aber teure Stadtplaster.

( Kurier ) Erstellt am 23.03.2012