Nahe Windpark: EVN setzt jetzt auf tierische Rasenmäher
Die Schafherde bei der "Arbeit" auf der Trockenrasenfläche.
Die tierischen Bewohner sorgen auf einer Fläche von rund fünf Hektar auf naturschutzfachlich wertvollen Halb- und Trockenrasenflächen für die entsprechende Pflege. „Die Schafe fühlen sich auf dem Gelände sichtlich wohl. Sie übernehmen ganz natürlich Aufgaben, für die sonst Maschinen im Einsatz wären. Das ist ressourcenschonend und eine Lösung, von der Mensch und Tier gleichermaßen profitieren“, erzählt EVN-Sprecher Stefan Zach. „Und entzückend anzusehen sind sie auch noch.“
„Gibt hier alles, was Schafe gerne fressen“
„Schafe eignen sich besonders gut, um diese wertvollen Flächen, die mittlerweile stark verbuscht sind, wiederherzustellen“, erläutert Alexander Ernst, Geschäftsführer des Naturparks Leiserberge, denn „hier gibt es alles, was Schafe gerne fressen.“
Für den Obmann der Agrargemeinschaft Neusiedl an der Zaya, Ronald Bauer eine Win-Win-Situation: „Unsere Flächen können mit den Tieren ideal bewirtschaftet werden und die Schafe freuen sich über ein nahezu unbegrenztes Futterangebot.“
Christian Stürbl von der technischen Betriebsführung der EVN Naturkraft, Obmann Verein Leiserberge Alexander Ernst, Obmann Agrargenossenschaft Ronald Bauer, EVN Sprecher Stefan Zach
Auch wenn Trockenrasenflächen auf den ersten Blick oft nur stark verwuchert und unspektakulär aussehen, siedeln sich dort gerne seltene Pflanzen- und Tierarten an. „Im Frühjahr findet man hier beispielsweise das Frühjahrs-Adonisröschen oder die Große Kuhschelle“, nennt Ernst nur ein paar Beispiele.
Windkraftausbau und Naturschutz
Für die EVN ist die Trockenrasenpflege mithilfe der Schafherde nur eine von vielen Maßnahmen, die als Ausgleich für Windparks umgesetzt werden. Seit 30 Jahren realisiert die EVN Naturkraft Ökoprojekte mit entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen. In der Zwischenzeit betreut die EVN–Ökostromtochter bereits über 250 Hektar – das entspricht in etwa der Marillenanbaufläche in der Wachau.
In der Praxis wird auch nicht nur ein neuer Baum für einen alten gesetzt, sondern gleich drei, und Ersatzlebensräume werden größer als die ursprünglichen. Denn in der Regel leisten Ausgleichsflächen mehr, als „nur“ den erfolgten Eingriff zu kompensieren.
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