© Kurier/Juerg Christandl

Interview
01/18/2021

Wahl in St. Pölten: 5 Fragen an SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler

Der amtierende Bürgermeister erklärt was St. Pölten für ihn ausmacht, wieso die Stadt eine der sichersten Landeshauptstädte ist und welche Projekte er nach der Wahl vorantreiben will.

von Johannes Weichhart, Laura Schrettl

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Am kommenden Sonntag, den 24. Jänner, wird in St. Pölten ein neues Stadtparlament gewählt. Der KURIER hat allen Spitzenkandidaten fünf Fragen gestellt, die sich nicht nur um das Thema Politik drehen.

KURIER: Mit welchen Sorgen und Nöten werden Sie konfrontiert, wenn Sie in Zeiten der Pandemie mit den Bürgern sprechen?

Matthias Stadler: Die Leute sind ob der verwirrenden Kommunikation seitens der Bundesregierung sehr verunsichert. Begonnen mit dem Ampelchaos, über die Verwirrungen über Lockdown, doch nicht Lockdown, rechtlich nicht haltbare Verordnungen, bis hin zum Chaos über die versprochenen Masken für die Generation 65+ und die Impfungen – All dies erschüttert das Vertrauen der Menschen in die Politik und in die Regierung.

Dazu kommen die vielen Sorgen und Ängste der Menschen, die ihren Job verloren haben und vor den Trümmern ihrer Existenz stehen oder die GastronomInnen, die nicht wissen, wie es weitergeht. Auch melden sich viele Eltern bei mir, die nicht wissen, wie lange sie noch Homeschooling, Job und die Kinderbetreuung unter einen Hut bringen sollen. Auch viele Jugendliche stellt die Krise vor große Herausforderungen, sei es schulisch, lehrstellenmäßig oder weil der soziale Kontakt einfach fehlt.

Fühlen Sie sich in der Landeshauptstadt sicher? 

St. Pölten ist eine der sichersten Landeshauptstädte. Wir haben das Glück, dass wir in St. Pölten sehr wenige schwere Verbrechen haben. Wir haben mehr PolizistInnen als Planstellen in St. Pölten, die Polizeiinspektion am Bahnhofsplatz war ein Meilenstein und mit dem NÖ Sicherheitszentrum werden hunderte Sicherheitsarbeitsplätze in St. Pölten konzentriert, die für die Sicherheit – nicht nur in St. Pölten – sorgen werden.

Wie soll St. Pölten in 20 Jahren aussehen?

Spätestens in 20 Jahren wird St. Pölten nicht mehr als Vorstadt von Wien wahrgenommen, sondern als europäische Mittelstadt mit klarem, kulturellem Profil, höchster Lebensqualität und einer umliegenden Region, die kulturell und landschaftlich von unvergleichlicher Vielfalt geprägt ist. Wir sind die Stadt der kurzen Wege, wo alles notwendige mit dem Rad und zu Fuß erreicht werden kann und die von Grünraum geprägt ist. Mit einem Verkehrskonzept für den Niederösterreichischen Zentralraum mit S-Bahnen, S-Bussen ist das Umland ideal angebunden und der motorisierte Individualverkehr auf ein Minimum beschränkt. 

Was ist das Erste, das Sie tun werden, wenn die Pandemie vorbei ist?

Das Erste was ich tun werde ist meine Mutter umarmen, den persönlichen Kontakt mit der Bevölkerung suchen und mit FreundInnen ein gutes Glas Wein in einer geselligen Runde trinken.

Welches Thema muss sofort nach der Wahl angegangen werden? 

Es ist ja nicht so, dass die Geschäfte bis zur Wahl stillstehen und man nach einer Wahl bei Null startet. Ich arbeite an 365 Tagen im Jahr für die Bevölkerung und werde das nach der Wahl, sofern mir die St. PöltnerInnen ihr Vertrauen aussprechen, auch weiter tun. In den letzten Gemeinderatssitzungen der vergangenen Periode sind auch einige Dinge beschlossen worden, die jetzt umgesetzt werden, wie beispielsweise die Traglufthalle für das Citysplash, der Ausbau des LUPs oder der fast Neubau des Seniorenwohnheims Stadtwald oder die Erweiterung des DomiZiels.

Die BürgerInnenbeteiligungsprojekte am Sturm-19-Park oder an der Promenade gehen in die entscheidende Phase. Das ist mir ein großes Anliegen diese voranzutreiben. Neben all den Dingen werden wir natürlich auch zügig daran arbeiten unsere Visionen umzusetzen, wie zB den Südsee, wo ich rasch die Behördenverfahren einleiten werde. Auch die Gemeinderatsbeschlüsse zum Kindergarten und zur Kleinstkinderbetreuung in der ehemaligen Rot Kreuz Zentrale möchte ich möglichst schnell fassen.

Das Jahr 2024 ist auch nicht mehr weit hin. Bis dahin wollen wir die großen Projekte aus der Bewerbung zur Kulturhauptstadt umgesetzt haben.

Lesen Sie hier noch ein ausführliches Interview mit Bürgermeister Matthias Stadler: 

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