Langes Warten auf Zeckenimpfung in St. Pölten sorgt für Unmut

En Holzbock-Weibchen auf der Suche nach Nahrung.
Eineinhalb Stunden wöchentlich verteilt die Stadt FSME-Impfungen, was auf Unverständnis stößt. Das Gesundheitsamt stellt sich nun gegen die Vorwürfe.

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Neben dem Landesimpfzentrum am VAZ Gelände, können sich St. Pöltnerinnnen und St. Pöltner momentan auch im Saal der Begegnung am Gewerkschaftsplatz immunisieren lassen. Zwar nicht gegen das Coronavirus, aber gegen die von Zecken übertragene virale Infektionskrankheit "Frühsommer-Meningoenzephalitis" (FSME). 

Jeden Montag von 8:30 bis 10 Uhr immunisiert das städtische Gesundheitsamt dort ohne Voranmeldung die Bürgerinnen und Bürger. Diese kurze Zeitspanne sorgt aber nun für Unmut bei der Bevölkerung.

Ohne Impfung wieder heim

Laut einer Leserin komme es jede Woche zu langen Wartezeiten, wie sie es selbst am vergangenen Montag erlebt habe. Da sich bereits um 9:15 Uhr eine lange Schlange gebildet hatte, stellte sie sich erst um 9:45 Uhr an, wobei auch dann noch die Menschen bis zum Straßenende anstanden. 

Nachdem sie um 10:30 Uhr erst bei der ersten Stufe zum Saal angekommen war, musst sie ihren Platz aufgeben, da sie ihre Enkelin von der Volksschule abholen musste. "Jede Menge Leute waren verärgert", schrieb die St. Pöltnerin danach dem KURIER. "Ich finde es eine Zumutung, dass man eine normale Impfung in einer Landeshauptstadt an nur einem Tag und nur für eineinhalb Stunden ansetzt."  

Da ihr nichts anderes übrig geblieben sei, ließ sich die Leserin daraufhin kostenpflichtig beim Hausarzt immunisieren. Sie fordert eine Aufstockung des Personals, "denn es gibt sicher genug Menschen, die vielleicht gehbehindert sind und nicht so lange warten können oder es ganz bleiben lassen, weil sie privat für die Impfung nicht zahlen können."

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