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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
11/30/2020

Bildungsberaterin: "Der Wunsch nach Sicherheit ist groß"

Die Nachfrage sei in Corona-Zeiten nochmals deutlich gestiegen, berichtet Christa Sieder, die in St. Pölten arbeitet.

von Johannes Weichhart

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.“

Dieses Zitat stammt vom ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy. Er beschreibt, wie wichtig es ist, eine gute und sinnvolle Ausbildung zu absolvieren, um den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen, und nicht etwa auf die schiefe Bahn zu geraten.

Förderungen

Doch dieser Weg kann steinig und beschwerlich sein. Das liegt zum einen an der Fülle von Angeboten, aber auch an den Kosten. Deshalb stellen sich viele die Frage, wie es um Förderungen steht bzw. welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, oder wie später die berufliche Laufbahn aussehen könnte.

Eine, die Menschen durch diesen Dschungel begleitet, ist Christa Sieder. Sie arbeitet bei der Bildungs- und Berufsberatung Niederösterreich. Normalerweise empfängt sie die Besucher in ihrem Büro in St. Pölten, doch die Pandemie lässt derzeit nur Telefonate (02742/25025) zu.

Lockdown

Vor allem im Sommer sei die Nachfrage extrem stark gewesen, berichtet die 35-Jährige. Während sich die meisten Menschen beim ersten Lockdown im März noch in einer gewissen Schockstarre befunden hätten, sei die Situation in den vergangenen Monaten eine ganz andere gewesen.

Kurzarbeit

Dass der Andrang auf die Bildungsberatung NÖ so groß ist, hat mehrere Gründe. „Es gab viele Menschen, die von ihrem Arbeitgeber enttäuscht waren“, erzählt Sieder. „Sie dachten, dass sie ihr Job krisensicher sei, beziehungsweise rechneten damit, nicht in Kurzarbeit geschickt zu werden.“ Deshalb sei bei so manchem Niederösterreicher der Entschluss gereift, sich beruflich neu zu orientieren. Besonders gefragt seien derzeit Berufe im Pflegebereich. „Der Wunsch nach Sicherheit im Job ist groß“, weiß Sieder.

Eingebettet ist die Bildungsberatung in die Menschen und Arbeiten GmbH.

„Die aktuellen Entwicklungen aufgrund der Corona-Krise zeigen, dass Veränderungen oft schneller kommen können, als angenommen. Die Bildungsberatung berät und unterstützt auch während des Lockdowns kostenlos alle Niederösterreicher bei Fragen zu Bildung und Beruf. Durch individuelle Aus- und Weiterbildung kann jeder die Gestaltung seiner beruflichen Zukunft selbst in die Hand nehmen“, betont Geschäftsführer Martin Etlinger.

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