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Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
02/15/2021

Betretungsverbot in St. Pöltner Au: Jäger verteidigen Vorgehen

Die meisten der aufgestellten Schilder wurden mittlerweile allerdings mutwillig zerstört, dabei ist das Gesetz eindeutig.

von Johannes Weichhart

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Für großes Echo hat der KURIER-Artikel über das Betretungsverbot in der Viehofner Au in St. Pölten gesorgt. Wie berichtet, hatten Jäger - mit Genehmigung des Grundstückbesitzers -  Tafeln aufgestellt und Spaziergängern mit einer Besitzstörungsklage gedroht. Der Hintergrund: Laut Jägerschaft seien in Zeiten von Corona immer mehr Menschen im Wald unterwegs unterwegs, die das Wild aufschrecken würden. "Die Situation ist besorgniserregend", berichtet ein Waidmann.

Forstgesetz

Bei Anrainern und Ausflüglern sorgte diese Vorgehensweise allerdings für großen Ärger. Tatsächlich darf laut Forstgesetz jedermann den Wald betreten, Betretungsverbote sind in Auwäldern laut Magistrat gar nicht möglich, auf Wiesenflächen hingegen schon. Mittlerweile, so heißt es aus dem Rathaus, habe es schon ein klärendes Gespräch mit den betroffenen Parteien gegeben.

"Insgesamt wurden zwölf Tafeln aufgestellt, nur eine musste entfernt werden, weil sie nicht auf einer Wiese stand", sagt nun ein Jäger zum KURIER. "Mittlerweile wurden die meisten Schilder von Spaziergängern allerdings schon zerstört", fügt er hinzu.

Hunde an die Leine

Der Landesjagdverband beobachtet mit zunehmender Sorge, dass sich viele Spaziergänger nicht an gewisse Regeln halten würden. "Wir bitten alle, die Hunde an der Leine zu lassen und auf den vorgegebenen Wegen zu bleiben. Leider halten sich nicht alle daran", sagt Geschäftsführerin Sylvia Scherhaufer.

Die Frühjahrsmonate (aber auch der Winter, Anm.) sind eine besonders heikle Zeit für den Nachwuchs. Nicht nur Rotwild, Wildscheine, Fuchs und Hase gebären in diesen Wochen ihre Jungen. Von Natur aus ist die Sterblichkeit beim Nachwuchs am höchsten. "Wildtiere haben im Winter einen herabgesetzten Stoffwechsel und brauchen deshalb auch viel Ruhe" so Scherhaufer.

Leider ist der Mensch daran oft nicht ganz unbeteiligt.

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