Salz & Pfeffer: Heuriger Gut Oggau

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem FREIZEIT-Kurier - "frisches, modernes, appetitliches Landgasthaus".


Als Eduard Tscheppe und Stefanie Tscheppe-Eselböck vor zwei Jahren ihr Weingut "Gut Oggau" starteten, machten sie's den Weinfreunden nicht gerade leicht: Weine, die sich eher nach Charakter als durch Rebsorten definieren, mit alten burgenländischen Vornamen und außergewöhnlichen Porträt-Etiketten versehen.

Seit vorigem Wochenende gibt's aber eine Möglichkeit, diese Weine auf die unmittelbarste aller Arten kennenzulernen: einen Heurigen. Der allerdings sicher etwas anders ausfällt, als das mancher von einem Heurigen aus dem Eselböck-Clan erwarten würde: Ja, die Location ist absolut prächtig, das uralte Weingut traumhaft schön renoviert, mit teils alt-burgenländischen, teils exotischem Mobiliar so geschmackvoll wie nur möglich ausgestattet; elaborierte Gourmandisen à la Taubenkobel gibt's aber eben nicht, sondern ausschließlich Produkte von lokalen Bauern, also eine rustikale Blunzn (4,80 €), ein herrlich mürbes Bauerng'selchtes (6,80 €), Mangalitza-Lardo (5,20 €), Paprika- oder Wurzelspeck (4,80), frisches Gemüse mit Ei oder knusprige "Feuerflecken" mit Käse, Speck und Zwiebel, quasi die burgenländische Antwort auf die Pizza. Erstens perfekt etwa zum "Wiltrude"-Rosé, und zweitens weil die einfachsten Dinge oft eben auch die besten sind.

Heuriger Gut Oggau,
Oggau, Hauptstr. 31, Tel.: 0664/206 92 98, Mai: Do-So 11-22, Juli, August: Do-Di 11-22
Homepage: www.gutoggau.com

aus: FREIZEIT-Kurier vom 9.5.

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