Salz & Pfeffer: Heurigenhof Bründlmayer

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem FREIZEIT-Kurier - "gutbürgerliche Küche, hauptsächlich lokale Produkte"

Ein Winzer macht einen Heurigen auf. Das wäre jetzt an und für sich nicht so besonders, wenn dieser Winzer nicht Willi Bründlmayer wäre, seit Jahrzehnten einer der besten Weinmacher der Welt. Und besonders ist es auch deshalb, weil die Bründlmayers ihren bezaubernden Heurigenhof - mit Efeu-berankter Baum-Presse und Kiesboden-Idylle im Hof, offenem Kamin indoor - zwar schon seit 1976 betreiben, ihn aber bisher immer verpachtet hatten. Seit zwei Wochen ist das anders, da kümmert sich Willi Bründlmayer nicht nur um seine legendären Heiligenstein-Rieslinge und Veltliner der Ried Lamm, sondern gemeinsam mit Martin Schierhuber auch um das Lokal. Und Schierhuber hat mit Mörwald im Kloster Und oder der Stromburg von Starkoch Johann Lafer nicht gerade die schlechtesten Referenzen.

Tagsüber gibt's die schon bisher exzellente Jausenkarte (das etwas sehr viel bessere Heurigen-Sortiment), abends (am Wochenende auch mittags) eine Karte mit gutbürgerlicher Küche aus hauptsächlich lokalen Produkten. Etwa Büffelmozzarella von Robert Paget aus dem Nachbarort mit Marillenchutney (9 €), Erdäpfel-Sauerkrautsuppe mit gebackener Blutwurst (5 €) und in Schmalz gebackenes Wiener Schnitzel vom Kamptaler Kalb mit Salaten, die in hauseigenem Traubenkernöl mariniert werden (17 €)

Heurigenhof Bründlmayer, Langenlois, Walterstr. 14, Tel.: 02734/2883, Mi-Fr 15-24, Sa, So 11.30-24,
Homepage: www.heurigenhof.at


aus: FREIZEIT-Kurier vom 8.8.

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Erstellt am 05.12.2011