Die Schlucht mit den idyllischen Wanderstegen und der historischen Holztrift ist wieder offen

© Mostvierteltourismus / Franz Weingartner

Chronik Niederösterreich
05/06/2021

Saisonstart im Mendlingtal nach tödlichem Unglück im Herbst

Die Erlebniswelt bei Göstling/Ybbs wird am morgigen Freitag wieder geöffnet. Der Zutritt ist auf 800 Besucher beschränkt.

von Wolfgang Atzenhofer

Sicherheit auf allen Linien steht an diesem Wochenende zum Saisonstart in der Erlebniswelt Mendlingtal in den Ybbstaler Alpen an erster Stelle. Einerseits sind es die Corona-Vorsichtsmaßnahmen, die im beliebten Ausflugsziel bei Göstling an der Ybbs (Bezirk Scheibbs) funktionieren müssen. Andererseits zeigt natürlich das tödliche Unglück aus dem vergangenen Herbst, als ein vierjähriges Mädchen auf der Wanderstrecke von einer entwurzelten Fichte erschlagen worden war, noch immer Nachwirkungen bei den Verantwortlichen.

Sicherheit

„Wir haben alles doppelt und dreifach geprüft. Ein Baumeister, ein Baumkundler und ein Geologe haben die Strecke kontrolliert“, sagt Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger. Die Sicherheitschecks habe es aber auch in den vergangenen Jahren gegeben, doch nach der Tragödie im Herbst sei das gesamte Team besonders sensibilisiert.

Dass die Staatsanwaltschaft St. Pölten im März die Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit dem Tod des kleinen Mädchens eingestellt hat (der KURIER berichtete), entlaste die Situation etwas. Doch das traurige Ereignis werde noch lange unvergessen bleiben, versichert Fahrnberger.

In den vergangenen Wochen wurden die Schäden, die der Winter auf der 3,5 Kilometer langen, idyllischen Wanderstrecke durch die Mendlingschlucht angerichtet hat, repariert und die Holzstege in Schuss gebracht.

Präventionskonzept

Trotz einer kurzfristigen Schlechtwetterfront zum Start am Freitag sieht Fahrnberger ein unproblematisches Wochenendwetter. „Kälte  und Schnee könnten ab tausend Meter Seehöhe eine Rolle  spielen, da liegen wir im Tal weit darunter“, sagt er. Vor allem am sonntägigen Muttertag, mit ersten prognostizierten sommerlichen Temperaturen, könnte dann der erste große Schub an Ausflüglern ins Tal kommen.

„Das gesamte Team wird am Startwochenende im Einsatz stehen. Wir haben ein akribisches Präventionskonzept erarbeitet“, berichtet der Bürgermeister. Vor allem im Eingangsbereich und am Parkplatz in Lassing werde man danach trachten, dass die Gäste die Zwei-Meter-Abstände einhalten und Masken tragen, wo es erforderlich  ist.

Wenngleich das Freiluftareal des Tals riesig ist, habe man sich mit der Behörde auf ein Besucherlimit von 800 Personen geeinigt.  Im Hygiene- und Sicherheitskatalog werden die Besucher auch darauf hingewiesen, dass sie an engen Stellen auf der Wandertour  bei entgegenkommenden Wanderern warten müssen,  bis diese die Engstelle passiert haben.

Keine Testpflicht

Auch die Möglichkeit über das Online-Ticketsystem die Eintrittskarte zu lösen, helfe mit, Menschenansammlungen am Start der Tour bei den Kassen zu vermeiden, appelliert Fahrnberger. Eine auf der Homepage des Mendlingtals noch verkündete Verpflichtung, beim Eintritt einen negativen Corona-Test vorzuweisen, bezeichnet der Bürgermeister gegenüber dem KURIER als nicht mehr nötig und als hinfällig.

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