© Foschum Markus

Chronik Niederösterreich
12/05/2011

Ruhe kostet 150 Millionen Euro

Die Bemühungen um einen wirksamen Lärmschutz an der A 21 in Form einer Einhausung gehen in die nächste Runde.

von Markus Foschum

Seit Jahren leiden die Anrainer der Außenringautobahn (A 21) im Bezirk Mödling an Lärm und Abgasen. Seit Jahren werden wirksame Lösungen wie ein Tunnel oder eine Einhausung als unfinanzierbare Utopien hingestellt. Jetzt liegt eine Studie mit konkreten Zahlen vor und die Utopie entpuppt sich als teure, aber realistische Maßnahme.

Am 3. Oktober statten die drei Bürgermeister Martin Schuster (Perchtoldsdorf), Andreas Linhart (Brunn/Gebirge) und Michaela Vogl (Gießhübl) dem Verkehrsministerium einen Besuch ab. Im Gepäck eine Studie des Landes NÖ zur A 21. Ergebnis: Eine Einhausung, also Überdachung der Autobahn zwischen Vösendorf und Gießhübl ist technisch machbar, wirksam und rund 150 Millionen Euro teuer.

"Man kann nicht erwarten, dass ein Projekt von solcher Dimension sofort umgesetzt wird, aber es ist wichtig, dass wir konkrete Zahlen und die Machbarkeitsstudie des Landes vorlegen können", sagt Linhart. Die Notwendigkeit zeigen schon allein die viel zu hohen Lärmpegel und die Verkehrsprognosen: Waren es 2009 täglich durchschnittlich noch 75.000 Fahrzeuge, so stieg der Wert im Vorjahr auf 80.000 und in absehbarer Zeit sollen es 100.000 sein.

Kein Luxus

Für Bürgermeister Schuster ist wichtig, dass "man nun sieht, dass sich hier nicht einige Anrainergemeinden etwas einbilden und ein umfassender Lärmschutz kein Luxus ist. Schließlich handelt es sich um eine von Land und ASFiNAG ausgearbeitete Studie."

Mit der Untersuchung sollte das Thema "Tunnel" auch vom Tisch sein: "Da reden wir von zehnfach höheren Kosten", so Schuster. Die Einhausung bleibt als einzige Lösung. "Dafür gibt es auch schon genügend Beispiele. An der Tauernautobahn etwa sind Teilabschnitte eingehaust worden. Gerade bei uns wäre es aber notwendig", sagt Schuster.

Als nächster Schritt nach der Visite im Ministerium steht ein Bericht beim Landeshauptmann am Programm. Erwin Pröll hat den drei Gemeinden Unterstützung zugesagt. Außerdem sollen noch heuer die Ergebnisse der Studie der Bevölkerung präsentiert werden.

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