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Bio-Rinderbauer aus Berging bangt um Existenz

Die Futterreserven von Biobauer Herbert Bitter sind wegen der anhaltenden Trockenheit nahezu aufgebraucht.
Fatma Cayirci aus Berging
Trockenheit Rinderbauern

Normalerweise wäre der Stall der Familie Bitter in Berging (Bezirk Melk) zu dieser Zeit leer. Doch heuer ist der Großteil der Weidetiere bereits zurück im Winterquartier. Der Grund: Die Futterreserven aus dem vergangenen Jahr sind bereits seit dem Frühjahr aufgebraucht, mittlerweile wird auch das Winterfutter knapp. „Momentan ist die Situation wirklich nicht lustig und wir müssen schauen, wie wir einen Notfallplan erstellen, um ins nächste Jahr zu kommen“, betont Herbert Bitter gegenüber dem KURIER. 

Der Bio-Rinderbauer hat seine Tiere auf Gemeinschaftsweiden verteilt, unter anderem im Naturschutzgebiet Neubacher Auen. An der Pielach sollen sie vor allem den invasiven japanischen Staudenknöterich bekämpfen. Eigentlich brauchen diese Tiere kein zusätzliches Futter. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit wird jedoch seit Mai zugefüttert. Um den Vorgang zu erleichtern, sind die ersten Tiere seit zwei Wochen zurück im Stall. 

Aufgrund der Situation ist es den Bio-Höfen derzeit erlaubt, auch konventionelles Grundfutter zu nutzen. Aber diese Lockerung würde nicht allzu viel helfen, da auch die Ackerbauern aufgrund der Dürre mit Ausfällen zu kämpfen hätten, sagt Bitter.

Notschlachtung ist keine Option

Die Lage sei existenzbedrohend. Notschlachten möchte Bitter trotzdem nicht und verkauft stattdessen aktuell mehr Tiere als üblich. „Durch die eigene Vermarktung von Zucht- und Schlachtrindern sowie Fleisch haben wir normalerweise immer einige Rinder, die bereits fertig gemästet sind“, erklärt der Rinderbauer. All diese gemästeten Tiere hat der Landwirt aus Futterspargründen auf einem Schlag verkauft. 

Mittlerweile gebe es für Schlachtungen jedoch nicht viel Spielraum, da die meisten Tiere am Hof nur mehr halbfertige Mastrinder und Kälber sind, die Bitter fürs nächste Jahr braucht. Auch die  Möglichkeit, Rinder für die direkte Vermarktung zu schlachten, fehlt ihm nun als Einkommensquelle.

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