© Herbert Stoschek

Tierpark Haag
08/31/2013

Reich der Tiere feiert 40. Geburtstag

Zoo mit 700 Tieren ist Ausflugsmagnet und reich an turbulenten Geschichten.

von Wolfgang Atzenhofer

Das Reich der Tiere ist 33 Hektar groß und seine mittlerweile 700 Bewohner stehen seit 40 Jahren unter der Hoheitsverwaltung der Stadt Haag. Das risikoreiche Experiment, dass eine Gemeinde einen Zoo gründet, ist gelungen. „Wir dürfen uns über das 40-jährige Jubiläum wirklich freuen“, sagt Haags Bürgermeister und oberster Tiergartenchef Josef Sturm.

Als Direktor des Zoos, in dem 70 Tierarten von exotischen Großkatzen bis zum frei lebenden Eichhörnchen eine Heimat haben, sieht sich Sturm nicht. „Wir haben tolles Personal. Wenn große Investitionen anstehen, dann muss ich natürlich vorne stehen“, sagt er. Dass der Tierpark Haag mit rund 200.000 Besuchern jährlich sowohl in NÖ als auch in OÖ unter den beliebtesten Top-Ausflugszielen steht, ist das Ergebnis ständiger Bewegung. Erst 2010 wurde ein fettes Investitionsprogramm von 1,7 Mio. Euro abgeschlossen. Neue Tierschutzgesetze – streng bewacht von Tierschutzvereinen – verlangen aber jährliche Gehege-Anpassungen von einigen hunderttausend Euro. Absolut wichtig sei, so Sturm, dass der Park kostendeckend geführt wird und das Stadtbudget nicht belastet.

Zum heute stattfindenden Geburtstagsfest wird die Löwenfamilie mit einem neuen Gehege beschenkt. Groß war das Aufsehen, als es im Vorjahr eine überraschende Vierlingsgeburt im Königshaus des Zoos gab. Noch spektakulärer war freilich 1993 als fünf Braunbärbabys neben Mama Petz aus der Hölle kollerten. Prominente Taufpaten halfen mit die bärigen Anforderungen zu meistern.

Kriminalfall

Elf Jahre später stand einer dieser Bären im Mittelpunkt eines Kriminalfalles. Der Patenbär des damaligen Raiffeisenchefs Christian Konrad war von einem Tierquäler mit einem Kleinkaliber angeschossen worden. Die Kugel im Bauchraum entzündete sich, das Tier verendete. „Leider konnte der Täter nicht ausgeforscht werden“, sagt Sturm, im Zivilberuf Haags Polizeikommandant.

Nicht nur wegen der Besucherströme sind die Haager Action rund um ihren Tierpark gewohnt. Etwa als einmal ein Bär ausgebüxt war und auf der Terrasse eines Wohnhauses per Narkosegewehr eingeschläfert werden musste.

Der tierische Mikrokosmos bleibt allerdings auch von Plagen nicht verschont. Nach der Eröffnung im Jahr 1973 wütete die Maul- und Klauenseuche. Während der Vogelgrippe 2006 sollte das Federvieh im Park eingesperrt werden.www.tierparkstadthaag.at

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