Chronik | Niederösterreich
25.03.2018

Rauch im Stiegenhaus: Wohnhaus mit rund 20 Personen evakuiert

Der Brand in der Küche eines Bewohners sorgte für einen Großeinsatz. Ein Mann wollte die verrauchte Wohnung nicht verlassen.

Ein Brand in Ebenfurth (Bezirk Wiener Neustadt-Land) hat in der Nacht auf Sonntag zu einem Großeinsatz der Feuerwehren geführt. Laut Medienberichten hatte ein Brandmelder im dritten Stock eines Mehrparteienhauses Alarm geschlagen. Ein Bewohner hörte dies, entdeckte Rauch im Stiegenhaus und verständigte die Feuerwehr. Rund 20 Personen, darunter auch Kinder, mussten evakuiert werden.

Gegen 23.30 Uhr schlug der Brandmelder an. Kurz darauf waren die Feuerwehren Ebenfurth und Haschendorf an Ort und Stelle und brachten die Bewohner in Sicherheit. Der Brandherd konnte in der Küche einer Wohnung im dritten und letzten Stock ausgemacht werden. "Die genaue Brandursache wissen wir nicht. Allerdings waren in der Küche einige alte Elektrogeräte, die möglicherweise zum Brand geführt haben", schilderte Rene Pluskovich von der Feuerwehr Ebenfurth der APA.

Keine Verletzten

Weit schwieriger als die Löscharbeiten stellte sich die Evakuierung des Wohnungseigentümers dar, der auf der Couch schlafend entdeckt worden war. "Der Mann wollte zunächst nicht mit uns mitkommen und hat gar nicht eingesehen, warum er jetzt die Wohnung verlassen soll", erzählte der Feuerwehrmann. Schließlich habe man ihn doch in Sicherheit und anschließend ins Krankenhaus Wr. Neustadt bringen können.

Der Einsatz war nach knapp einer Stunde vorbei, die Bewohner konnten zurück in ihre Wohnungen. Erzählungen der Nachbarn zufolge soll der Wohnungseigentümer eine halbe Stunde bis Stunde vor der Alarmierung alkoholisiert von einer Polizeistreife nach Hause gebracht worden sein. Verletzt wurde niemand.