© Franz Hagl

Chronik Niederösterreich
09/20/2012

Räuber nach Verhör entwischt

Verdächtiger in einer Serie von Coups auf Wettbüros spazierte einfach aus derZentrale des Landeskriminalamtes.

Der Fahndungserfolg wehrte nur kurz. Ein gefährlicher Serienräuber ist kurz nach seiner Festnahme aus dem nö. Landeskriminalamt in St. Pölten getürmt. Ibrahim A., 25, soll zusammen mit mehreren Komplizen eine Reihe von Wettbüros überfallen haben und für Wohnhauseinbrüche verantwortlich sein. Ihm gelang diese Woche aus einem Haftraum die Flucht – die Türe war zwar geschlossen – allerdings nicht versperrt.

Seit Wochen sind die Ermittler des LKA den Kriminellen auf der Spur. Einer der jüngsten Coups der Täter brachte die Beamten auf die richtige Spur. In der Nacht zum 31. Juli soll die Bande einen Raubüberfall auf eine „Cashpoint“-Filiale in Gänserndorf verübt haben. Der 21-jährigen Mitarbeiterin Carina P. hatten die bewaffneten Männer eine Pistole in den Rücken gedrückt, einer anderen Frau sogar den Lauf an den Kopf gehalten. Nur vier Wochen zuvor wurde ein Spielcafé in Strasshof ausgeraubt. Damals waren es zwei Täter. Ein Mann trug eine Machete, der zweite eine Faustfeuerwaffe.

Handschellen

Die Spur führte unter anderem zu Ibrahim A., den die Kriminalisten in Oberösterreich ausmachen konnten. Diese Woche erfolgte schließlich die Festnahme. Der Verdächtige in der Raubserie wurde am Mittwoch ins Landeskriminalamt nach St. Pölten gebracht und dort einvernommen.

Nachdem die zuständige Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft verhängte, sollte der 25-Jährige ins Gefangenenhaus nach St. Pölten gebracht werden. Der Transport wurde vorbereitet. Doch die Überstellung scheiterte. Durch eine Unachtsamkeit blieb die Türe der Arrestzelle unversperrt, bestätigt man beim Landeskriminalamt den unangenehmen Zwischenfall. „Es ist uns leider ein Verdächtiger entwischt“, sagt Oberstleutnant Klaus Preining.

Die Kriminalisten sind jedoch guter Dinge, dass die Flucht des Mannes nicht lange dauert. Auch die Ermittlungen gegen die noch flüchtigen Komplizen laufen auf Hochtouren und geben Anlass zur Hoffnung, dass in der Angelegenheit die Polizei bald wieder die Nase vorne hat.

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