Am Radsattel durch die USA

Am Radsattel durch die USA
Weltmeister Philipp Kaider wird beim 43. Race Across America teilnehmen
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Philipp Kaider hat schon viel erreicht. Er ist Weltmeister, österreichischer Meister und hat mit seinem Rad Österreich in Rekordzeit durchquert. Und dennoch: genug hat der Extremsportler aus Wolkersdorf im Weinviertel noch lange nicht. Im Gegenteil, seine nächste Herausforderung ist das legendäre Race Across America, bei dem es über knapp 5.000 Kilometer quer durch die USA geht.

Gestartet wird am 10. Juni an der Westküste, südlich von Los Angeles. Das Ziel: Atlantic City an der Ostküste. „Es war schon immer ein Traum, dort teilzunehmen“, erzählt Kaider. „Es ist ja die Mutter aller Ultracyclingrennen. Es betitelt sich selbst als härtestes Radrennen der Welt.“ Es seien vor allem die Länge des Rennens und die klimatischen Bedingungen, die Kaider faszinieren. „Von der Wüste mit 50 Grad Celsius im Schatten hinauf in die Rocky Mountains auf 3.000 Meter Seehöhe, wo es null Grad hat.“

Von dort geht es dann mehr als 1.200 Kilometer durch die Prärie. „Da freut man sich, wenn alle 400 Kilometer mal eine 30-Grad-Kurve kommt“, sagt er. Beeindruckend sei auch der breite Mississippi und die amerikanische „Südsteirische Weinstraße“, die extrem steilen Appalachen.

Körperliche Belastung

Dass Kaider überhaupt an dem Rennen teilnimmt, war vor wenigen Jahren gar nicht vorstellbar. Mit 26 Jahren hat der Sportler seine tägliche Packung Zigaretten gegen ein Fahrrad getauscht. Erst, um der Sucht zu entkommen. Doch zunehmend steigerte Kaider sein Training, mittlerweile radelt der 39-Jährige 30.000 Kilometer im Jahr.

Das Race Across America ist das längste Rennen für Kaider. Er muss 1.400 Kilometer länger am Sattel sitzen als beim Race Around Poland mit 3.600 Kilometern. Was das für seinen Körper bedeutet, will er auf sich zukommen lassen. „Die Belastungen auf die Rumpfmuskulatur werden ausschlaggebend sein. Je länger man auf dem Rad sitzt, desto mehr kommt das zum Tragen.“ Bei solchen Strecken ist Kaider auch auf sein 12-köpfiges Team angewiesen. Er sei gute Dinge, die Herausforderung gut zu bewältigen.

Seine gefahrenen Kilometer wird Kaider übrigens im Rahmen der „Bines Radl-Challenge“ der Hilfsorganisation „Sonne-International“ zur Verfügung stellen.

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