Rolex verschwunden - Pfleger von Diebstahlsvorwurf freigesprochen
Eine Rolex-Armbanduhr (Symbolbild) soll der 26-jährige Pfleger im Bezirk Mödling gestohlen haben.
Es ist wohl der Alptraum vieler Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen. Ein Patient im Bezirk Mödling soll von seinem 24-Stunden-Betreuer im Mai dieses Jahres bestohlen worden sein. Eine wertvolle Rolex-Armbanduhr sei verschwunden, behauptet der Mann.
Doch der Beschuldigte, ein 26-jähriger slowakischer Staatsbürger, bestreitet, ein Dieb zu sein - trotz einer einschlägigen Vorstrafe aus dem Vorjahr. „Er hat alle beschuldigt, dass sie etwas gestohlen haben“, sagt der Mann über seinen ehemaligen Patienten. Zwei weitere Pflegekräfte ebenso wie seine Chefin, die Leiterin der Agentur, die den Mann vermittelt hatte.
Im März war der Slowake dem pflegebedürftigen Mann im Bezirk Mödling zugeteilt worden. „Ich habe in einem Zimmer im 1. Stock gewohnt, er im Erdgeschoß. Ich war aber fast die ganze Zeit bei ihm“, erzählt er am Dienstag am Landesgericht Wiener Neustadt. „Er hat geraucht und ist im Rollstuhl gesessen und hat mich alle zwei Minuten für irgendetwas gebraucht.“
Allerdings nur rund zwei Monate lang, denn dann meldete der Mann den angeblichen Diebstahl seiner Rolex und schickte den Pfleger fort, als dieser eines Tages wieder zum Dienst antreten wollte. „Er hat gesagt, ich bin ein schlechter Mensch und habe ihm etwas weggenommen“, erinnert sich der 26-Jährige. Doch er beteuert, die Uhr nicht eingesteckt zu haben. Mehr noch: Er habe sie nie zu Gesicht bekommen.
Denn der Patient habe seine Uhrensammlung zwar „jedem gezeigt, der ins Haus gekommen ist“, wie der Angeklagte behauptet, die Rolex sei jedoch nicht dabei gewesen. „Er hat erzählt, dass sie hinuntergefallen und das Glas zerbrochen ist. Darum war sie angeblich bei der Reparatur.“
Der Mann wird vom Diebstahlsvorwurf schließlich freigesprochen. Nicht rechtskräftig.
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