Positiver UVP-Bescheid für Windpark: Einsprüche sind fix

Windpark in der Wild wurde durch UVP vorerst einmal genehmigt
Im Waldviertel sollen zehn neue Windräder um 65 Millionen Euro errichtet werden.

Um die Klimaziele über erneuerbare Energiesysteme zu erreichen, plant das Land Niederösterreich die Verdreifachung der Windenergieerzeugung. 770 Windräder gibt es in NÖ bereits. Eine dazu passende Erfolgsmeldung verkündeten nun die Energieerzeuger EVN und W.E.B. Sie berichteten, dass für den mit zehn neuen Windrädern geplanten Windpark Wild im Waldviertel im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) grünes Licht gegeben wurde.

Im Waldviertel waren die Gegner über den Behördenentscheid überrascht, kündigten aber gleich Einsprüche dagegen an.

Zehn Anlagen, drei Gemeinden

Mit der positiven UVP-Entscheidung werde bestätigt, dass sämtliche Gesetze und Vorgaben eingehalten werden, ließ EVN-Sprecher in einer Aussendung wissen. Die zehn Windkraftanlagen sollen in den Standortgemeinden Brunn an der Wild, Göpfritz an der Wild und Ludweis/Aigen um rund 65 Millionen Euro errichtet werden. 30.000 Haushalte in der Region können damit mit erneuerbarem Strom versorgt werden, wird dazu angekündigt.

Betreiber

Die beiden Projektwerberinnen EVN und W.E.B zeigen sich über die guten Nachrichten nach dem mehrjährigen Genehmigungsprozess optimistisch. „Wir freuen uns über den positiven Bescheid und sind bereit, dieses wichtige Zukunftsprojekt schnell umzusetzen und damit einen weiteren wichtigen Beitrag zu den Klima- und Energiezielen des Landes Niederösterreich und der österreichischen Bundesregierung zu leisten“, so W.E.B-Vorstandsvorsitzender Frank Dumeier und EVN-Naturkraft-Geschäftsführer Helwig Überacker unisono. Positive Stellungnahmen werden auch von den drei Bürgermeisterinnen der Standortgemeinden übermittelt.

Widerstand

Doch weil der über drei Bezirksgrenzen reichende Windpark auch als schwerer Eingriff in die Natur- und Waldlandschaft gesehen wird, stehen Einsprüche bevor.

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