Geriatriezentrum St. Andrä bei Herzogenburg wird geschlossen.

© Julia Schrenk

Herzogenburg
07/13/2013

Pflegeheime schließen: Gespräche über Nachnutzung der Areale

In den nächsten Wochen planen die Gemeinden mit der Stadt Wien, was mit den Arealen geschieht.

von Julia Schrenk

Ich wollte es nicht wahrhaben“, sagt Franz Zwicker, Bürgermeister von Herzogenburg. Das Geriatriezentrum in St. Andrä, in dem jetzt 180 ältere Patienten versorgt werden, wird mit Ende 2015 geschlossen. „Bis dahin gab es eine Standortgarantie“, sagt Zwicker.

Wie berichtet, hat die Wiener Pflegereform auch auf Niederösterreich Auswirkungen: Weil die Wiener Patienten wohnortnah behandelt werden sollen, werden zwei von drei Pflegeheimen, die die Stadt Wien in Niederösterreich betreibt, geschlossen: Klosterneuburg und St. Andrä bei Herzogenburg. Der Standort Ybbs/Donau bleibt erhalten.

Das Pflegeheim Klosterneuburg soll samt Patienten und Personal nach Wien Rudolfsheim-Fünfhaus übersiedeln. Unklar ist, auf welche Pflegeheime die Patienten aus Herzogenburg aufgeteilt werden. Für die Mitarbeiter, die größtenteils aus Niederösterreich kommen, gibt es laut Wiener Krankenanstaltenverband eine „Jobgarantie“. „Die Mitarbeiter können auch Wünsche äußern, welche Bezirke sie bevorzugen“, sagt Sprecherin Johanna Lindner. Bürgermeister Zwicker glaubt dennoch, dass das Pendeln „ein Riesenproblem“ für die Mitarbeiter ist.

Nachnutzung

Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager „schließt es nicht aus“, das Pflegeheim-Areal zu kaufen und „etwas am Schulsektor“ zu entwickeln. Der Bürgermeister von Herzogenburg, Franz Zwicker „würde das Pflegeheim weiterführen, wenn ich es finanzieren könnte“. Er hofft, dass das Land oder ein Investor das Gebäude kaufen. Zwicker könne sich dort etwa „Betreutes Wohnen“, ein Altersheim oder Kinderbetreuungsplätze vorstellen.

„Herzogenburg-Stadt“: Abfahrt kommt bis 2014

Sie war ein lang ersehnter Wunsch der Herzogenburger – jetzt befindet sich die Abfahrt „Herzogenburg-Stadt“ der S33 bereits in Bau.

Doch bis dahin war es ein langer Weg: Erst durch die Schaffung der Bahnunterführung im Jahr 2009 wurde die neue Abfahrt ermöglicht. Denn bis zu diesem Zeitpunkt war der Bahnschranken in Herzogenburg täglich insgesamt sieben Stunden geschlossen: „Das hätte dann zu einem Rückstau auf die S33 geführt“, erklärt Bürgermeister Franz Zwicker.

Durch die Schaffung der Bahnunterführung konnte der Schranken aufgelassen werden, die Gefahr eines Rückstaus auf die S33 bleibt seitdem aus.

ASFiNAG, Land Niederösterreich und die Stadt Herzogenburg finanzieren das 4,6 Millionen teure Projekt. 675.000 Euro davon bringt die Stadt Herzogenburg auf. Spätestens im Herbst 2014 soll die Freigabe der neuen Abfahrt erfolgen. Damit hat Herzogenburg neben der Nord- und Süd- Abfahrt eine dritte, die direkt in die Stadt führt.

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