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In den Ötschergräben verirrt: 19-jähriger Schwede abgestürzt

Ein Schwede (19) und ein Afghane (18) verstiegen sich bei einer Wanderung in den Ötschergräben. Der Schwede stürzte 30 Meter ab und verletzte sich schwer, der ebenfalls verletzte Afghane konnte die Alpinpolizei alarmieren.
Schwerverletzter Wanderer mit Hubschrauber gerettet.

Ein 18-jähriger afghanischer Staatsbürger aus Wien und ein sich in Österreich auf Urlaub befindlicher 19-jähriger schwedischer Staatsbürger unternahmen in den Nachmittagsstunden des 17. August eine Wanderung durch die Ötschergräben im Bezirk Lilienfeld. 

Die beiden Wanderer kamen in weiterer Folge in wegloses und unwegsames Gelände. Als sie zu einem Bach absteigen wollten, stürzte der 19-Jährige über felsdurchsetztes und steil abfallendes Gelände ca. 30 Meter ab. Der 18-Jährige stieg zu dem offensichtlich schwer verletzten Opfer ab, rutschte ebenfalls in die Tiefe und wurde dabei ebenfalls verletzt. Er konnte jedoch die Rettungskette in Gang setzen.

Unter widrigsten Umständen gerettet

Alpinpolizisten der Alpinen Einsatzgruppe NÖ West begaben sich nach der Anzeigeerstattung umgehend zur Einsatzörtlichkeit. Auf der Zufahrt wurde auf Grund der fortgeschrittenen Tageszeit und der unstabilen Wetterverhältnisse mit der Flugeinsatzstelle telefonisch Kontakt aufgenommen und diese avisiert. Die Besatzung des ebenfalls im Einsatz stehenden Notarzthubschraubers Christophorus 15 lokalisierte die Unfallörtlichkeit und übermittelte die Koordinaten an die Einsatzkräfte. 

Durch den Polizeihubschrauber der Flugeinsatzstelle Wiener Neustadt wurde der Unfallort angeflogen und die verletzten Personen lokalisiert. Unter widrigsten Wind- und Wetterbedingungen, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, wurde eine Taubergung der verletzten Personen aus dem absturzgefährdeten Gelände durchgeführt. Beide Personen wurden zum Zwischenlandeplatz in Erlaufboden gebracht und von den Alpinpolizisten erstversorgt. Der 19-Jährige war nicht mehr ansprechbar, Vitalfunktionen waren jedoch erkennbar. 

19-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Der 19-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mittels Notarzthubschrauber in das Universitätsklinikum St. Pölten verbracht, der 18-Jährige wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades mittels Rettung in das Landesklinikum Lilienfeld eingeliefert. Im Einsatz standen außerdem Mitglieder der Bergrettungen Mitterbach am Erlaufsee, Annaberg, Mariazell und Türnitz, sowie der Notarztwagen Mariazell und das Rote Kreuz Mariazell und Türnitz.

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