Erste von 38 E-Tankstellen in Öhling in Betrieb genommen

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Mostviertel
06/14/2016

Österreichweit größte Dichte an E-Tankstellen

Moststraße wird mit 38 Stromzapfstellen aufgerüstet. Flotter Tesla als Leihauto im Einsatz.

von Wolfgang Atzenhofer

Nicht nur die blühenden Birnbaumzeilen und mächtigen Vierkanthöfe sollen in Zukunft ein Markenzeichen der Tourismusregion Moststraße werden.
Mit einem engagierten Ausbauprogramm entlang der 200 Kilometer langen Moststraße wird ein guter Teil des Bezirks Amstetten bald die größte Dichte an Elektrotankstellen in ganz Österreich aufweisen. Gemeinden und Tourismusbetriebe werden in den nächsten Monaten 38 E-Zapfstellen errichten. Die erste davon wurde nun in Öhling von der Gemeinde und dem Veredelungsbetrieb „Mostelleria“ in Betrieb genommen. Im flächendeckenden Netz wird sich künftig alle zwölf Kilometer eine derartige Tankstelle finden.

„Das Interesse ist enorm. Den Trend zum E-Car wollen wir mittragen“, berichtete Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer. Viele der 120 Mitgliedsbetriebe und -gemeinden wollten bereits in der ersten Ausbauwelle dabei sein. Der Touristikverband zapft mit dem Projekt Fördermittel der EU-Leaderregion an. Kräftige Unterstützung bekommen die Touristiker beim neu gegründeten „Gemeindedienstleistungsverband Amstetten“ (gda), der die Abwicklung des Großprojekts übernommen hat. Für Obm,ann Anton Kasser war klar, dass „wir uns um qualitativ hochwertige Tankstellen bemühen“. Dort wo es möglich ist, werden 22-KW-Anlagen eine Schnellladung der Autos ermöglichen. Dort wo die Energiezufuhr zur Tankstelle nicht so optimal ist, werden 11 KW-Zapfstellen installiert. Bei den großen Anlagen können in E-Cars in gut einer Stunde 80 Prozent der notwendigen Energie gepumpt werden.

Förderungen Aufgrund der guten Förderschienen zahlen Kommunen und Private entweder 2400 oder 1800 Euro an den 6500 Euro teuren Tankstellen mit. „Auch andere Leaderregionen haben sich bei uns bereits erkundigt und Gefallen an der Idee gefunden“, berichtet Hinterholzer. Mit dem Tankstellenangebot werde man sich in NÖ deutlich von den anderen Regionen abheben. In der NÖ Elektromobilitätsstrategie ist geplant, dass es 2020 50.000 E-Cars in NÖ gibt. Das E-Tanknetz im Mostviertel werde fünf Mal so dicht sein, wierdas derzeit im ganzen Bundesland der Fall ist, schätzen Experten.

Weil an jeder Zapfsäule auch gleichzeitig drei E-Fahrräder geladen werden können, erhofft man sich an der Moststraße einen touristischen Effekt durch die E-Offensive. Außerdem wollen etliche Gemeinden in ein E-Carsharing einsteigen. Ein gemeinsames Elektromobil wird da unter möglichst vielen Nutzern geteilt. Der Moststraßenverband nimmt demnächst einen gesponserten Tesla S70 in den Dienst. Das Auto kann von Privaten und Betrieben ausgeborgt werden.

Schwache Anspeisung Sollte die Dynamik in Richtung E-Tankstelle so anhalten, stoßen viele Gemeinden allerdings rasch an ihre Grenzen müssen Hinterholzer und Kasser eingestehen. Leistungsstarke Stromkabel um die E-Zapfsäulen zu speisen fehlen vielfach und müssten erst verlegt werden.

Teilnehmer Wo wird es in den nächsten Monaten neue Stromtankstellen geben?
Gemeinden: Ertl • Zeillern • Weistrach • Allhartsberg • BiberbachAmstetten (4x) • St. Valentin • Behamberg • Ennsdorf • Öhling • Seitenstetten • Strengberg
St. PeterWolfsbachWallseeSt. Georgen/Ybbsfeld • Ardagger Stift • Stephanshart • Euratsfeld • Viehdorf • BlindenmarktNeuhofen/Ybbs • Kollmitzberg • FerschnitzAschbach • Oed .
Betriebe: Euratsfeld (Hotel Gafringwirt) • Winklarn (GH Graf) • St. Valentin (Hotel Rogl) • Neuhofen/Ybbs (Hotel Kothmühle) • Kematen (GH Bachlerhof) • St. Valentin (GH Wallner) • Ertl (GH Wendtner) • Haag (Tierpark) • Apro (Oed)
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