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Pendlerkritik
08/13/2013

Hunderte Passagiere in Regionalzug „gefangen“

Bei über 40 Grad Celsius mussten ÖBB-Kunden 50 Minuten lang in einem voll besetzten Zug ausharren.

Können Sie sich vorstellen, wie es ist, 50 Minuten in einem Zug bei über 40 Grad Celsius Außentemperatur eingeschlossen zu sein? Ohne Klimaanlage und ohne Möglichkeit, die Fenster zu öffnen?“ Das fragt ÖBB-Kundin Sandra F. (Name der Red. bekannt, Anm.). Ein voll besetzter Regionalzug blieb nach einem Gebrechen liegen, die Reisenden saßen fest. Notrufe an den Schaffner blieben erfolglos, Passagiere drohten zu kollabieren. Der Notarzt rückte an.

All das war am letzten Donnerstag, dem heißesten Tag des Jahres, passiert. Kurz vor dem Badener Bahnhof (NÖ) rollte der Regionalzug R 2249 in Richtung Payerbach auf offener Strecke aus. „Es gab eine kurze Lautsprecheransage, dass der Zug halten muss“, schildert Sandra F. (35). Daraus wurden 35 Minuten, erste Fahrgäste drohten zu kollabieren. „Wir haben über die Zug-Notruftaste probiert, den Schaffner zu verständigen. Nichts ist passiert“, so F. „Einer älteren Dame ist es immer schlechter gegangen.“ Ein Passagier rief seinen Arzt an, um Erste Hilfe zu leisten. „Mir ist in der Hitze auch schlecht geworden“, schildert F., sie wählte den Polizeinotruf. Dort wurde ihr versichert, dass Hilfe unterwegs sei. Nach fast einer Stunde brachte eine Ersatzlok den Zug zum Badener Bahnhof. Der Notarzt untersuchte die Insassen, die zum Glück unverletzt blieben.

Kulanzlösung

Die ÖBB bedauern den Zwischenfall. Warum die Klimaanlage in nur zwei Waggons funktionierte, wird untersucht. „Wir haben Gespräche mit den Mitarbeitern geführt und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet“, so Sprecher Mario Brunnmayr. Die ÖBB reagierten umgehend: Betroffene Fahrgäste können sich an den Kundenservice (Postfach 222, 1020 Wien) oder online an oebb.at/kontakt wenden und erhalten als Entschädigung Reisegutscheine.

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