Chronik | Niederösterreich
21.03.2017

NÖ: Lehrer soll Affäre mit 13-Jähriger gehabt haben

Am Montag wurde der Verdächtige von Ermittlern des nö. Landeskriminalamtes festgenommen.

Für die beiden soll es eine Liebesbeziehung gewesen sein, nach dem Gesetz steht der Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger, Kinderpornografie sowie der Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses im Raum. Schwere Vorwürfe gibt es gegen einen Lehrer einer Neuen Mittelschule im südlichen Niederösterreich. Der Mann soll mehr als ein halbes Jahr eine sexuelle Beziehung zu einer erst 13-jährigen Schülerin gehabt haben – nach Angaben des Mädchens mit seinem Einverständnis.

Kennengelernt haben sich Lehrer und Schülerin in einer Mittelschule im Bezirk Mödling. Die Affäre blieb dort anscheinend unbemerkt. Nach dem Beziehungsende wechselten sowohl das Mädchen als auch der Pädagoge die Schule.

Ausgeplaudert

Die 13-Jährige hielt die Liebschaft jedoch nicht geheim und vertraute sich einer Freundin an. Diese riet dem Mädchen, zur Polizei zu gehen. Vor wenigen Tagen kam es schließlich zur Anzeige.

Der Lehrer, der mittlerweile an einer Mittelschule im Bezirk Neunkirchen tätig war, bekam am Montag Besuch von den Ermittlern des nö. Landeskriminalamtes. Sie konfrontierten den Mann mit den Vorwürfen. Der Verdächtige soll die Liebesbeziehung zu der Minderjährigen zugegeben haben. Es sollen auch entsprechende Beweismittel in Form von Nacktfotos sichergestellt worden sein. Die Aufnahmen würden die sexuelle Beziehung zwischen dem Lehrer und der 13-Jährigen dokumentieren.

Der verheiratete Mann und Vater eines Kindes wurde daraufhin festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt überstellt. Für die Ermittler gilt es nun herauszufinden, ob es noch andere vermeintliche Opfer außer dem 13-jährigen Mädchen gibt. Dazu müssen noch entsprechende Ermittlungen in den Schulen vorgenommen werden, in denen der Lehrer bis zu seiner Suspendierung und Festnahme am Montag tätig war.

Alarm in Kindergarten

Wegen schwerer Vorwürfe wird derzeit auch in einem Privatkindergarten im Bezirk Wiener Neustadt ermittelt. Ein knapp vier Jahre alter Bub machte Angaben, wonach er von einem Kindergärtner auf der Toilette sexuell belästigt worden sei. Der Mann wurde aus Sicherheitsgründen freigestellt. Psychologen sollen nun beurteilen, ob die Angaben des Kindes glaubhaft sind. Die Vorwürfe werden vom Verdächtigen massiv bestritten.