NÖ Landtagswahl: Amstettens ÖVP-Bürgermeister als Überraschungskandidat

Nach der gewonnenen Gemeinderatswahl im Jänner 2020 stellte sich Landesparteichefin und LH Johanna Mikl-Leitner als Gratulantin bei Christian Haberhauer ein
Nach der gewonnenen Gemeinderatswahl 2020 stellt sich Christian Haberhauer dem ÖVP-Vorzugsstimmenrennen für den Landtag

Eine Mischung aus etablierten und langjährigen Mandataren und jungen Neueinsteigern will die ÖVP im Bezirk Amstetten ins Landtagswahl-Rennen schicken. Auf der am Donnerstagabend vom 20-köpfigen Bezirksvorstand beschlossenen Kandidatenliste liefert der Amstettener ÖVP-Bürgermeister Christian Haberhauer die größte Überraschung.

Haberhauer, der erst 2019 der ÖVP beigetreten ist, machte als Spitzenkandidat bei den Gemeinderatswahlen 2020 die ÖVP zum Wahlgewinner. Mithilfe der Grünen wurde die traditionell rote Stadtregierung abgelöst. "Amstetten hat Vorzeigefunktion für die Region und das will ich unterstützen. Zweitens möchte ich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und unsere Spitzenkandidaten im Bezirk unterstützen", sagte Haberhauer zu seinem Einstieg. Im Wahlkmapf strebe er trotz des Vorzugsstimmenwahlkampfes das Miteinander an.

Spitzenkandidaten fast fix

„Alle 15 Kandidaten wurden einstimmig vom Bezirksvorstand gewählt. Die Reihung der Kandidaten wird beim Bezirkskonvent im September beschlossen“, sagte ÖVP-Bezirksobmann Andreas Hanger. Er betonte aber, dass er dem Konvent die beiden langjährigen Mandatare Michaela Hinterholzer und Anton Kasser als Listenerste vorschlagen werde. Auch der ÖAAB-Spitzenkandidat und Bürgermeister von Haag, Lukas Michlmayr, wird vorne zu finden sein. Wieder antreten wird auch der Bauernbündler und frühere Bundesrat- und Landtagsabgeordnete Andreas Pum  aus  St. Valentin. Aus dem Ybbstal geht der Waidhofener Vizebürgermeister Mario Wührer für den Bauernbund ins Rennen. Waidhofens Stadtchef Werner Krammer, der noch bei der letzten Landtagswahl auf der Kandidatenliste stand, ist nicht mehr dabei. Erfreulich sei, dass sich auf der Liste sehr viele junge Kandidaten finden, verriet Hanger noch.

Beschlossene Sache ist jedenfalls wieder das Persönlichkeitswahlrecht, "wer die meisten Vorzugsstimmen bekommt, besetzt die Mandate, so Hanger. Als Wahlziel nannte er das Halten der beiden Grundmandate im Bezirk, die ja derzeit von Hinterholzer und Kasser besetzt sind.

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