Der Säugling starb im SMZ Ost.

© KURIER/Franz Gruber

St. Pölten
02/13/2017

NÖ: Baby starb nach Misshandlungen, Vater festgenommen

33-jähriger Kindsvater bestreitet, die Verletzungen verursacht zu haben.

von Patrick Wammerl

In St. Pölten gibt es einen schwer wiegenden Fall von möglicher Kindesmisshandlung. In der Nacht auf Sonntag wurde ein dreieinhalb Monate altes Baby in lebensbedrohlichem Zustand ins Landesklinikum St. Pölten eingeliefert und sofort ins SMZ-Ost nach Wien verlegt. Die Verletzungen waren derart schwer, dass das Baby kurze Zeit später starb. Als dringend tatverdächtig gelten laut Informationen der Staatsanwaltschaft St. Pölten die Eltern des kleinen Buben. Der 33-jährige Kindsvater wurde festgenommen, die Mutter des Buben befindet sich derzeit auf freiem Fuß. Für Montagnachmittag ist eine Obduktion des Kindes anberaumt.

Der Vorfall hat sich in der Nacht auf Sonntag in einer Wohnung in St. Pölten ereignet. Der Vater dürfte selbst die Rettung gerufen haben, weil das Kind bewusstlos war. Der Bub wurde auf schnellstem Wege ins Krankenhaus eingeliefert und wegen der Schwere der Verletzungen rasch nach Wien überstellt. Trotz aller Bemühungen der Ärzte konnte der Säugling nicht mehr gerettet werden. Im Spital wurde ein Schädelbruch, mehrere Rippenbrüche, sowie Hämatome festgestellt.

Clubbing

Die Mutter dürfte Samstagabend nicht zu Hause gewesen und mit Freunden in Wien ein Clubbing besucht haben. Der Kindsvater bestreitet etwas mit den Verletzungen des Buben zu tun zu haben. „Die Ermittlungen und Befragungen sind im Gange. Wir erheben wegen Quälens unmündiger Personen mit Todesfolge beziehungsweise Körperverletzung mit tödlichem Ausgang“, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, Karl Wurzer.

Die Obduktion soll klären, ob die Verletzungen des Kindes vom Wochenende stammen oder schon länger zurück liegen. Damit sollte sich auch die Verantwortung der Mutter klären lassen.

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