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Schulen
04/06/2020

Niederösterreich: Schulbetreuung auch in der Osterwoche

Angebot bleibt aufrecht, 430 Schüler nehmen es in Anspruch. Viele Pädagogen helfen freiwillig.

von Martin Gebhart

Normalerweise ist die Karwoche für Schüler Ferienzeit. Doch in Zeiten der Corona-Krise verläuft alles ein wenig abseits der Norm. Für den Schulbereich bedeutet das in Niederösterreich, dass auch in dieser Woche ein Betreuungsdienst angeboten wird.   Vor allem für  jene Eltern, die derzeit im Einsatz sein müssen, um das System aufrecht zu erhalten. Dafür hat sich in Niederösterreich ein großes Team an Pädagogen zur Verfügung gestellt.

ÖVP-Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister  ist froh, dass dieses Angebot aufgestellt werden konnte. „In diesen herausfordernden Zeiten gilt es, notwendige Maßnahmen zu setzen, um jene Personen, die unser System weiter am Laufen halten, entsprechend zu unterstützen. So werden auch in den Ferien rund 430 Kinder, deren Eltern keine Möglichkeit haben, sie zu Hause zu beaufsichtigen, in der Schule betreut.“

Diese Betreuung bedeutet aber keine weitere Schulwoche. Sie werde wie eine Ferienwoche gestaltet, sagt Bildungsdirektor Johann Heuras: „Es gilt  für alle Kinder – sowohl für jene, die in der Schule betreut werden, als auch für die, die zu Hause sind. So, dass diese Ferien auch wirklich zur Erholung und zur Entspannung genutzt werden.“

Neuer Lehrstoff wird dann erst wieder nach Ostern digital vermittelt. „Behutsam“, wie Teschl-Hofmeister und Heuras betonen. Das ist auch die Vorgabe des Bildungsministeriums für diesen Schul-Notbetrieb. Bildungsdirektor Heuras: „Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Eltern, mit der Situation überfordert werden. Darum haben wir auch alle  Pädagogen sowie Direktoren ersucht.“

4.200 Pädagogen helfen

Nach den vorwöchigen Ankündigungen von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) dürfte die Situation, dass die Schüler von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen, zumindest noch bis Ende April aufrecht bleiben.

Teschl-Hofmeister: „Wichtig wird vor allem sein, dass ein regelmäßiger Kontakt zwischen den  Pädagogen, den Eltern und den  Schülern besteht. Ein regelmäßiges Feedback in alle Richtungen ist jetzt besonders wichtig.“ Gefragt sei jetzt vor allem das Engagement der Klassenvorstände sowie der Direktoren. „Sie müssen den Gesamtüberblick behalten und als Koordinatoren fungieren. So kann und wird  es uns gelingen, dass die Zeit nach Ostern sehr konstruktiv und positiv für alle genutzt wird“, sagt Johann Heuras.

Beide betonen, dass sie in dieser Frage vollstes Vertrauen in die niederösterreichischen Pädagogen   hätten. Und dass diese genau abschätzen könnten, wie sie in dieser Situation mit ihren Schülern umgehen müssen. Das besondere Engagement vieler Pädagogen hat sich beim Betreuungsangebot in der Osterwoche gezeigt. Rund  4.200  Lehrerinnen und Lehrer haben sich dafür freiwillig  gemeldet.  Deshalb konnte die Nachfrage der Eltern auch befriedigt werden.

Das Betreuungsangebot gilt aber nicht nur für den Schulbereich. Auch in den Kindergärten, die ja wegen der Corona-Krise ihren Betrieb ebenfalls eingestellt haben, können Kinder untergebracht werden,  falls Eltern einen Betreuungsplatz benötigen.

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