Neues Heim für Wiener Wein

Weinbar WIENO führt nur Tropfen aus der Donaumetropole - stimmige Location direkt neben dem Rathaus hat neu eröffnet.


Wien ist der einzige Weinbauort der Welt, der zwar eine U-Bahn, aber keine eigene Gebietsvinothek hat". So beschreibt Gastronom Michael Mainardy den Grundgedanken, der ihn zu einer eigenen Weinbar nur für Wiener Weine geführt hat. Sein Konzept ist so stimmig, dass man sich fast fragt, warum das noch niemand vor ihm gemacht hat. Rund 60 Weine von 18 Wiener Winzern gibt es in der Vinothek, die passenderweise gleich neben dem Rathaus liegt.

Der Wirt

Der Grund für diese Ortswahl ist nicht nur darin begründet, dass die trockene Arbeit in den Wiener Magistraten durstig macht. Mainardy war viel mehr beim Film-Festival am Rathausplatz mit einem eigenen Wein-Stand bereits sehr erfolgreich und erhofft sich durch den Publikumsmagneten in der sonst ruhigen Sommer-Saison ein paar Gäste, die nicht nur guten Wein, sondern auch einen Sitzplatz zu schätzen wissen. Der Wein-Freund kommt aus einer Gastronomie-Familie und bezeichnet sich als Wirt in der vierten Generation und ist beispielsweise in den Ringstraßen-Galerien mit der WIENO-Lounge aktiv.

Der Wein

Das Angebot besteht nicht nur aus den ohnehin bekannten Winzern, es gibt auch viel Neues zu entdecken. So wie den Grünen Veltliner vom Wirtschaftsjournalisten Georg Wailand oder den ersten Wiener Wein von Michael Moosbrugger vom Weingut Schloss Gobelsburg. Den Hauswein "WIENO" gibt es in weiß und rot und solle jedes Jahr von Experten neu ermittelt werden. Den Anfang machen das Weingut Kroiss mit seinem Chardonnay und Richard Zahel mit der "Wiener Komposition". Künftig wird es aber keine Winzer-Schwerpunkte geben, es werden vielmehr die Regionen mit seinen Winzern vorgestellt. Die Preisgestaltung ist durchaus kundenfreundlich, 3,30 für den roten WIENO - fürs Achtel übrigens und nicht Sechzehntel oder Zehntel.

Das Essen

Das flüssige Sortiment wird mit verfeinerten Wiener Schmankerln ergänzt. Klassisches Heurigenbuffet wird mit passenden internationalen Spezialitäten aufgepeppt, das Angbot reicht von Blunzen bis Chorizo. Die Portionsgrößen orientieren sich am Tapas-Gedanken, der preisliche Rahmen dafür bewegt sich zwischen fünf und sieben Euro. Es gibt auch eine kleine Grill-Karte mit à-la-minute-Gerichten. Wer sich mit einer Speise satt essen will, der muss zu Mittag kommen und den Tagesteller um 6,30 Euro ordern.

Adresse: Lichtenfelsgasse 3, 1010 Wien
Telefon: 0676/646 14 03

(kurier) Erstellt am
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