Chronik | Niederösterreich
28.01.2012

Neues Gesicht für Kultur-Turbo

Schauspielerin Ursula Strauß wird Aushängeschild für eine Initiative, die neue Aktivitäten in die Region bringt.

Im TV ist sie derzeit als Kommissarin Angelika Schnell zu sehen. Jetzt wird Schauspielerin Ursula Strauss Kuratorin einer Initiative namens „Wachau in Echtzeit“. Das gab Landeshauptmann Erwin Pröll Freitag in Weißenkirchen bekannt. Ziel der Initiative ist ein dichteres, qualitätsvolles Kulturprogramm für die Wachau, besonders in den Wintermonaten. Außerdem sollen im Rahmen der neuen Organisation „Wachau Kultur“ Aktivitäten über die Grenzen der Region hinaus besser koordiniert werden. Von Grafenegg bis Schallaburg.

Qualität

„Ich stehe für inhaltliche Qualität, nicht für Quote. Auf lange Sicht bringt Qualität eindeutig mehr“, betont Strauß. Sie ist in Pöchlarn aufgewachsen, „aber in Melk geboren und zur Schule gegangen“, erklärt Strauß, die eine tiefe Zuneigung zur Wachau bekennt, die sie als „magische“ Landschaft bezeichnet.

Auch organisatorisch gibt es Änderungen: Die bisherige „Melk Kultur“ wurde zur „Wachau Kultur“ umgewandelt. Unter Leitung des Intendanten der Melker Sommerspiele, Alexander Hauer, und Martin Vogg – bisher Strategieentwickler bei der Leader-Organisation – soll die gesamte Region von Schallaburg bis Grafenegg besser koordiniert werden.

Weil der Weißenkirchner Top-Winzer Franz Hirtzberger bei der Ausweitung der Wachauer Grenzen eine bedenkliche Entwicklung sieht, appelliert Pröll: „Es gibt ein Geben und Nehmen. Vom Grafenegg-Festival profitiert die Wachau regelmäßig.“

Mehr Leben

Für Alexander Hauer geht es bei „Wachau in Echtzeit“ um ein authentisches Programm. Er will bestehende Spielorte durch neue Aktivitäten und Aufführungen mit mehr Leben erfüllen.

„Speziell für die Monate Oktober bis März soll es Programm geben“, betont Pröll bei der Präsentation. Erklärung: „Mir ist seit langer Zeit ein Dorn im Auge, dass der Wintertourismus in der Wachau nicht alle Möglichkeiten ausschöpft, obwohl es ein unglaubliches Potenzial gibt“, sagt Pröll.

Weitere Aktivitäten: Beleuchtung der Spitzer Donaulände, einheitliche Wachau-Beschilderung und ein funkelnagelneuer Reiseführer, der bald überall aufliegen soll.