Neue Öffi-Angebote sollen Pendler entlasten

Die ÖBB setzen auf der S7 28 neue CityJets ein. © Bild: Harald Dostal

28 zusätzliche Cityjets für die S7. Mit Eröffnung der U1-Verlängerung fahren mehr Busse nach Oberlaa.

Weil in Favoriten mit Anfang September flächendeckende Kurzparkzonen eingeführt werden, verbessern die Stadt Wien und das Land Niederösterreich das Angebot der Öffentlichen Verkehrsmittel für Pendler. Wie Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) und der niederösterreichische Verkehrslandesrat Karl Wilfing (ÖVP) am Freitag bekannt gaben, wird etwa die Flughafenschnellbahn S7 von Floridsdorf nach Wolfsthal ab 4. September zur Stoßzeit von zwei auf vier Züge pro Stunde aufgestockt.

Insgesamt fahren dann pro Tag 28 Züge mehr, das entspricht 11.600 zusätzlichen Sitzplätzen täglich. Die zusätzlichen Garnituren werden im Wesentlichen werktags von 5 bis 9 Uhr sowie von 15 bis 19 Uhr unterwegs sein – mit 800 zusätzlichen Sitzplätzen pro Stunde und Richtung. Um den Fahrkomfort zu optimieren, setzen die ÖBB die barrierefreien Cityjets ein, erklärt Vorstandstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Zeitersparnis

Mit den neu eingeflochtenen Zügen ist man außerdem etwas schneller von Niederösterreich in Wien oder umgekehrt, da sie nicht in allen Stationen halten. Ausgelassen werden die Haltestellen Mannswörth, Zentralfriedhof, Geiselbergstraße und Vienna Biocenter St. Marx. Damit ersparen sich Passagiere, die aus Wolfsthal kommen, bis zu zehn Minuten Fahrzeit in die Arbeit, betont Wolfgang Schroll, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR).

Die Kosten für die Taktverdichtung teilen sich Wien und NÖ zur Hälfte. Je eine Million Euro machen die beiden Bundesländer pro Jahr dafür locker.

Park&Ride

Verbesserungen setzt der VOR im Auftrag der beiden Länder aber auch im Regionalbus-Verkehr um. So kündigt Wilfing mit Eröffnung der U1-Verlängerung am 2. September 40 zusätzliche Busse vom Wiener Umland nach Oberlaa an. Dichtere Takte und längere Betriebszeiten gibt es zum Beispiel für die Linien 226 und 227 (Oberlaa–Himberg), 266 (Oberlaa–Schwechat) sowie 120 und 200, die von Eisenstadt kommen. Die neuen Verbindungen sind über routenplaner.vor.at sowie über http://fahrplan.oebb.at ersichtlich.

Zudem werden die Park&Ride-Anlagen auf niederösterreichischer Seite ausgebaut. In den nächsten zwei Jahren ist eine Aufstockung von mehr als 1200 Stellplätzen vorgesehen. 250 davon sind zurzeit in Hennersdorf, Achau und in Münchendorf in Bau. Danach sollen weitere Plätze in Himberg, Maria Ellend sowie in Ebreichsdorf dazukommen.

( kurier.at ) Erstellt am 25.08.2017