Nach Landtags-Nein in NÖ: Neos hissen selbst die Pride-Flagge
Neos griffen zur Eigeninitiative.
Nachdem ein Antrag der Neos zur Beflaggung des niederösterreichischen Landhauses mit der Regenbogenflagge keine Mehrheit gefunden hat, setzen die Pinken nun selbst ein Zeichen. Vor ihrem Büro im St. Pöltner Regierungsviertel wird während des Pride Month die Pride-Flagge gehisst.
Im Mittelpunkt steht ein Antrag, den die Neos im Landtag eingebracht hatten. Dieser sah vor, ab dem Jahr 2027 während des Pride Month einen Fahnenmast beim Besucherzentrum des Landhauses mit der Regenbogenflagge zu beflaggen. Damit sollte nach Ansicht der Antragsteller ein sichtbares Bekenntnis des Landes zu Vielfalt, Gleichberechtigung und dem Kampf gegen Diskriminierung abgelegt werden.
Unterstützung erhielt der Vorstoß jedoch nicht. Sowohl ÖVP als auch FPÖ lehnten den Antrag ab.
„Wichtiges Signal“
Für die Pinken ist die Debatte damit allerdings nicht beendet. Statt auf eine Beflaggung durch das Land zu warten, wollen sie nun selbst aktiv werden. Vor dem eigenen Büro im Regierungsviertel soll im Juni die Pride-Flagge wehen.
„Uns ist bewusst, dass eine Flagge allein keine Diskriminierung beseitigt und keine rechtlichen Verbesserungen schafft. Aber sie sendet ein wichtiges Signal an jene Menschen, die nach wie vor Ausgrenzung, Vorurteilen oder Hass ausgesetzt sind“, sagt Neos-Landtagsabgeordneter Christoph Müller.
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