© Neos NÖ

Chronik Niederösterreich
06/10/2020

NEOS NÖ sehen Zustände in Schule als "menschenunwürdig"

Ein Bild, welches der Partei zugespielt wurde, zeigt Kinder, die im Gänsemarsch gehen und eine Schnur in der Hand halten.

NEOS-Landessprecherin Indra Collini hat ein Foto bekommen, das Schulkinder aus dem Bezirk Krems-Land zeigt, die eine Leine in der Hand halten und auch Masken tragen.

„Dass Schülerinnen und Schüler zur Einhaltung des Corona-Sicherheitsabstands an die Leine genommen werden und zudem auch im Freien Masken tragen, ist weder sinnvoll noch menschenwürdig", kritisiert die Landessprecherin.

Zudem sei es ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass es an vernünftigen und praxisnahen Vorschlägen zur Umsetzung der Corona-Regeln aus der Bildungsdirektion fehlt, meint Collini.

"Wieder einmal werden Schulen sowie Pädagoginnen und Pädagogen aufgrund einer falsch verstandenen Schulautonomie alleingelassen. Die Leidtragenden sind offensichtlich unsere Kinder.“

Kritik an Teschl-Hofmeister

Scharfe Kritik übt Collini in diesem Zusammenhang an der zuständigen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).

Diese habe gestern die Verantwortung für die Berufstätigkeitsnachweis-Schikane bei der Kinderbetreuung im Sommer von sich gewiesen hat.

„Dass Regeln unterschiedlich umgesetzt werden, weist vor allem auf ein ineffizientes System und auf die fehlende Koordinationsfähigkeit der Landesrätin hin. Niemand verlangt Perfektion. Allerdings muss klar sein, dass eine starke Ressortführung die Verantwortung für ihren Aufgabenbereich übernimmt und nicht an Eltern, Gemeinden oder Lehrerinnen und Lehrer abschiebt“, meint Collini.

Die NEOS-Landessprecherin fordert, dass die Regeln für Schutzmasken und den Sicherheitsabstand präzisiert werden. So müsse etwa klar sein, dass es keine Maskenpflicht im Freien gebe. Darüber hinaus sei die Umsetzung der Maßnahmen laufend zu evaluieren.

"Art und Weise nicht nachvollziehbar"

Die zuständige Außenstelle der Bildungsdirektion wurde mit der Aufklärung der Anschuldigungen beauftragt, konnte diese aber in keiner Weise nachvollziehen, heißt es. Befremdlich findet man es in der Bildungsdirektion auch, dass es zu anonymen Anschuldigungen komme, die in dieser Art und Weise nicht nachvollziehbar seien und auch nicht auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden können.

"Unabhängig davor wollen wir festhalten, dass die Maskenpflicht in Schulen bereits seit dem 3. Juni außer Kraft gesetzt wurde. Empfohlen wird lediglich weiterhin regelmäßiges Händewaschen und Abstand halten", heißt es dazu aus der Bildungsdirektion NÖ.

 

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