© FF DOBERSBERG

Nach Großbrand obdachlos
03/27/2013

Fünfköpfige Familie braucht neue Unterkunft

60 Feuerwehrleute waren die ganze Nacht im Einsatz. Das Eigenheim wurde vernichtet.

von Jürgen Zahrl, Gilbert Weisbier

Ich wollte vor dem Schlafengehen lüften. Als ich das Fenster öffnete, hörte ich ein Knistern“, erzählt Rollstuhlfahrerin Ulrike Winkler-Hermaden: Die Scheune ihres Anwesens in Waldkirchen, Bezirk Waidhofen an der Thaya, stand in Flammen. Nur um Haaresbreite gelang es ihr, ihrem Mann und den drei Kindern, sich aus ihrem Wohnhaus zu retten, das in der Nacht zum Mittwoch völlig nieder brannte. Vernichtet wurde gleichzeitig ihr gesamter Besitz.

„Wir mussten schnell hinaus, ich stürzte fast aus dem Rollstuhl. Aber dann habe ich mich zusammengenommen und es geschafft“, erzählt die 42-jährige Hausfrau. Sie, ihr gleichaltriger Mann Manfred, ein Invalidenrentner, und die drei Kinder im Alter von zehn, elf und dreizehn Jahren blieben unverletzt. Vernichtet sind allerdings alle Dokumente, die Geldbörsen samt Bankomatkarten. Kein Cent ist ihnen geblieben. „Und die Schultaschen sind auch kaputt“, erzählt Tochter Chiara, 12. Vorerst ist die Familie im Landesklinikum Waidhofen untergekommen.

Kurz nach Mitternacht alarmierte Manfred Winkler-Hermaden die Feuerwehr. „Als wir eintrafen, brannte das Wohnhaus bereits lichterloh. Die Bewohner standen nur mit kurzärmligen T-Shirts bekleidet auf der Straße und mussten mitansehen, wie ihre Habseligkeiten vernichtet wurden“, schilderte Franz Eggenhofer von der Feuerwehr Dobersberg. „Es war furchtbar“, erzählt Ulrike Winkler-Hermaden, während sie mit den Tränen kämpft. 60 Einsatzkräfte waren im Einsatz und konnten wegen Wassermangels nur unter Mühen das Haus des Nachbarn retten.

Quartiersuche

„Da die Familie erst vor einem Jahr in die Gemeinde gezogen ist, hat sie hier keine Verwandten und Bekannten, wo sie übernachten können“, sagt Bürgermeister Rudolf Hofstätter, der gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft auf der Suche nach einer langfristigen Bleibe ist. „Wir werden ihnen demnächst leer stehende Objekte zeigen“, schildert der Bürgermeister. Da die Familienangehörigen alle Habseligkeiten verloren haben, soll so schnell wie möglich eine Sammelaktion starten.
Die Brandursache ist noch ungeklärt. „Vermutet wird ein technischer Defekt in der Scheune“, schildert Einsatzleiter Florian Christian. Brandexperten ermitteln.

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