Fordern Richtigstellung: Geschäftsführender Gemeinderat Johann Wurzenberger und Altbürgermeister Engelbert Wieser

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Randegg
12/03/2014

Nach Drohungen will Gemeinderat Klarstellung

Gemeindebürger fühlen sich vom ORF zu Unrecht angeschwärzt. Große Unruhe im Ort vor Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Montag gab es sogar kurzfristig Bombenalarm.

von Wolfgang Atzenhofer

Die Gemeinde Randegg im Kleinen Erlauftal kommt nicht zur Ruhe. Im Anschluss an den ORF-Bericht um einen vom desolaten Hof delogierten Landwirt am Ausflugsberg Hochkogel hat es, wie berichtet, eine Lawine an Beschimpfungen und sogar Morddrohungen gegen Gemeinderepräsentanten gegeben. Rund um die für morgen Abend einberufene öffentliche Gemeinderatssitzung sollen nun die Darstellungen in der TV-Sendung "Schauplatz Gericht" widerlegt und klargestellt werden.

Nervosität und Angst herrschen nach anonymen Drohungen gegen Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger und ihren Vorgänger Engelbert Wieser. In dessen Haus wurde Montag angesichts eines verdächtigen Pakets sogar Bombenalarm ausgelöst. Das Paket stellte sich als harmlos heraus.

"Wir wollen Gerechtigkeit und eine Richtigstellung. Es brennt der Hut", sagt der Randegger Gemeinderat Johann Wurzenberger. Morgen sollten dem verantwortlichen ORF-Redakteur Ludwig Gantner alle die Gemeinde betreffenden Fakten zum Fall des Landwirts Leopold W. präsentiert werden. Er sagte zuerst Dreharbeiten zu, zog diese aber am Abend wieder zurück.

Auch Ex-Ortschef Wieser, in dessen Amtszeit das von W. bekämpfte Panoramastüberl am Hochkogel entstand, will morgen dabei sein. Ihm wurde im anonymen Brief ein Unfall angedroht. "Ein Interview für den Schauplatz-Bericht habe ich abgelehnt. Ich bemerkte, dass ich nur Aufputz für den fertigen Bericht sein sollte", erklärt er das Interview-Veto. Den ORF-Redakteur habe er mehrfach aufgefordert bei den Gerichten zu recherchieren, schildert er weiter.

In einer vierseitigen Stellungnahme wehren sich der ORF-Redakteur Gantner und sein Chef Peter Resetarits gegen die Vorwürfe aus Randegg. Die morgige Absage begründet Gantner mit einem zugespielten internen Mail der Bürgermeisterin, in dem sie zur Unterschriftenaktion gegen den ORF-Bericht aufgerufen haben soll. Er habe nichts gegen die Gemeinde Randegg und ist weiter der Ansicht keine Fehler gemacht zu haben, meint Gantner im KURIER-Gespräch. Er ist der Meinung dass dem Landwirt W. auch Unrecht angetan wurde. Mehrmals führt er dabei einen Einsatz der Einsatzeinheit Cobra ins Treffen, die W. und seine mittlerweile verstorbene Mutter aus dem desolaten Hof abgeführt hat.

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