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Niederösterreichischer Oldtimer nimmt Kurs auf Monte Carlo

1926 scheiterte ein „Avis“ aus Brunn am Gebirge am Schnee in den Alpen. Nun gibt es einen neuen Anlauf.
Altes schwarzes Cabrio vor einem Gebäude geparkt.

Ein Jahrhundert nach dem gescheiterten Versuch soll ein originaler „Avis“ Type 2/3 aus Niederösterreich doch noch das Ziel der legendären Rallye Monte Carlo erreichen. Der vollständig restaurierte Personenwagen aus dem Bestand des Museums Niederösterreich startet am 25. August zu einer symbolischen Fahrt nach Monaco.

Bereits 1926 war ein Werksteam der „Avis“-Werke aus Brunn am Gebirge mit dem Kleinwagen von Wien aus zur Rallye aufgebrochen. Wegen heftiger Schneefälle und unpassierbarer Alpenpässe endete die Reise allerdings bereits in Villach.

Nun will der Forscher Robert Krickl die historische Fahrt vollenden. Er hatte den einzigen bekannten erhaltenen „Avis“ Type 2/3 entdeckt, restauriert und wissenschaftlich dokumentiert. Da es für das Fahrzeug keine Ersatzteile gibt, wurde es mit großer Sorgfalt auf die Reise vorbereitet. Im Mittelpunkt steht nicht der Wettkampf, sondern eine Hommage an die Pioniere des österreichischen Automobilbaus.

Der „Avis“ wurde in Brunn am Gebirge gebaut. Die dortigen Flugzeug- und Autowerke gehörten zu den frühen Fahrzeugherstellern der Ersten Republik. Ihre leichten und vergleichsweise günstigen Automobile prägten in den 1920er-Jahren das Straßenbild, ehe die Weltwirtschaftskrise das Ende der Produktion brachte.

Der historische Oldtimer wird am 25. August um 9.30 Uhr beim Museum Niederösterreich in St. Pölten – wo es bis vor kurzem noch im Foyer stand - offiziell auf seine Mission starten.

Infos auch unter: www.avis-werke.at

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