Mödling wird „grün“: Ökostrom für Gemeinde

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Foto: Stadtgemeinde Mödling Grünes Licht für öffentliche Beleuchtung: Bürgermeister Hintner, Vizebürgermeister Wannenmacher,

Grüne Energie für Stromversorgung der Stadt. Auch die Beleuchtung wird energieeffizient.

Grüne Energie boomt. Immer mehr Gemeinden setzen auf Ökostrom – um neben CO2 auch Energiekosten einzusparen. In Mödling werden ab 1. Oktober alle städtischen Einrichtungen mit Ökostrom versorgt, zudem wird der veraltete Teil der öffentlichen Beleuchtung – etwa 50 Prozent der städtischen Beleuchtungskörper – auf LED-Technik umgerüstet. Investitionsvolumen des Projekts: sechs Millionen Euro.

„Das ist ein wesentlicher Schritt in der Energiepolitik der Stadt“, freut sich der Grüne Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher. Damit sei Mödling die erste Bezirkshauptstadt, die vom Lebensministerium zertifizierten Grünstrom nutze. Das solle eine Vorbildwirkung haben – auch für Privathaushalte.

Bis Herbst 2014 werden 1560 alte, ineffiziente Lichtquellen der öffentlichen Beleuchtung ausgetauscht, und unter anderem sechs Kilometer Erdstromkabel neu verlegt. So sollen sich die jährlichen Stromkosten der städtischen Einrichtungen um 60.000 Euro reduzieren. Auch die Kosten für Betrieb, Wartung und Reparatur der Beleuchtung sollen von 780.000 Euro jährlich auf etwa 550.000 Euro sinken.

Der neue Stromvertrag ist auf 15 Jahre ausgelegt. In diesem Zeitraum betrage somit die Einsparung für den Steuerzahler in Mödling rund 3,5 Millionen Euro, berichtet Bürgermeister Hans Stefan Hintner (VP). Er sieht zudem noch andere Vorteile der neuen Beleuchtungskörper, nämlich mehr Lichtkomfort sowie mehr Sicherheit. Auch die sogenannte „Lichtverschmutzung“ soll mit der neuen LED-Technik weniger werden, berichtet Wannenmacher. Jährlich werden zudem 161 Tonnen CO2 eingespart. Der Ökostrom wird von Wien Energie gemeinsam mit der Naturkraft GmbH geliefert.

Grünes Licht

Während in Mödling im Spätherbst mit dem Austausch der ersten Leuchtmittel begonnen wird, ist Perchtoldsdorf schon mitten drin.

Derzeit werden im Rahmen des „Greenlight“-Konzepts 1216 neue Leuchten eingebaut und 1942 Umrüstsätze montiert. Der Clou: Durch eine Nachtabsenkung zwischen 22 Uhr und sechs Uhr Früh soll der Energieverbrauch um 65 Prozent pro Jahr reduziert werden. Die Energiekosten sinken um 94.000 Euro pro Jahr und gleichzeitig können jährlich 100 Tonnen CO2eingespart werden. Der Vorteil der LED-Technologie liegt für die Gemeinden auf der Hand: neben dem geringeren Energieverbrauch sinkt der Wartungsbedarf. Die Lebensdauer der Lampen beträgt etwa 12 Jahre.

(kurier) Erstellt am
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