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Leichenfund in Mödling: 99‑Jährige in Wand einbetoniert

In Münchendorf wurde die Leiche einer Frau in einer Wand entdeckt. Die Ermittlungen laufen, eine Obduktion ist angeordnet.
Eine Aufnahme von der Tür eines alten Hauses, im Vordergrund ist ein Hollunderstrauch.

Ein äußerst ungewöhnlicher Leichenfund beschäftigt derzeit die Kriminalisten im Bezirk Mödling: In Münchendorf waren am vergangenen Donnerstag die sterblichen Überreste einer 99-jährigen Frau in einer Wand entdeckt worden. 

Wie der KURIER aus Polizeikreisen erfuhr, wurde eine Nachschau in einem Einfamilienhaus – dem Zweitwohnsitz der Toten – angeordnet, nachdem längere Zeit nichts mehr von der Frau zu hören gewesen war. Anlässlich ihres nahenden 100. Geburtstags hatten Angehörige geplant, sie zu überraschen. So scheint der Stein ins Rollen gekommen zu sein. 

Die Polizei hatte sich an die Feuerwehr gewandt, um eine Türnotöffnung durchzuführen. Spürhunde nahmen daraufhin eine Fährte auf, wie die Kronen Zeitung berichtet. Die Tiere führten die Ermittler schließlich zu einer Hauswand am Abgang zum Keller.

Vor Jahren verstorben?

Dort wurde die Seniorin aufgebahrt hinter einer aufgestellten Betonwand aufgefunden. Todeszeitpunkt und Todesursache sind derzeit noch unklar. Allerdings dürfte die Tote sehr stark mumifiziert und bereits seit Jahren nicht mehr am Leben gewesen sein.

In mehreren Medien ist von einem potenziellen Sozialleistungsbetrug die Rede. Demnach könnte die Frau bereits vor Jahren nach einem natürlichen Tod einbetoniert worden sein, um weiterhin ihre Pension zu beziehen. Gefahndet werde nach dem im Ausland lebenden Sohn der Seniorin, so die Kronen Zeitung online.

Die Ermittlungen laufen, eine Obduktion wurde angeordnet, bestätigte Nina Bussek von der Staatsanwaltschaft Wien mittwochs. Darüber hinaus hielt sie sich bedeckt. 

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