Baujahr 1966, Allrad-Mercedes, 126 PS: Das ist August, der Reisewagen.

© Julia Schrenk

Tour
10/20/2013

Mit „August“ in den Orient

Ein Paar aus Neulengbach bereist mit dem alten Feuerwehrauto „August“ die Welt.

von Julia Schrenk

300.000 Kilometer hat August schon auf dem Buckel. August, das ist ein Feuerwehrauto aus dem Jahr 1966, das liebevoll zu einem Reisewagen umfunktioniert wurde. Zu „August, dem Reisewagen“ eben.

Eineinhalb Jahre waren die Besitzer von August, Peter Unfried und Sabine Buchta aus Neulengbach, NÖ, mit ihrem Auto unterwegs: 42.000 Kilometer quer durch Asien. „Wir haben irgendwann einen Schnitt gemacht. Unsere Jobs gekündigt, das Haus verkauft“, erzählt die 39-jährige Sabine Buchta. Im November 2011 ist sie mit ihrem Lebensgefährten Peter Unfried in den Orient aufgebrochen. „Der Iran ist ein traumhaftes Reiseland“, erzählt der 51-jährige Maschinenbauer vom ersten längeren Aufenthalt auf der Reise. „Die Menschen waren so gastfreundlich. Sie haben uns beschenkt mit Nüssen, Naschereien, Suppe, oder Brot.“

Mit der Fähre ging es weiter auf die arabische Halbinsel. Drei Monate blieben die beiden im Oman. „Dann hörten wir von Freunden, die gerade in Indien unterwegs waren“, erzählt die ehemalige Stewardess. „Blinker rechts und los geht’s. Indien ist ein cooles Land“, erzählt Unfried vom spontanen Aufbruch nach Indien. „Und gut war’s. Laut, schrill und interessant.“

Nur der Verkehr war gewöhnungsbedürftig. „Auf den Straßen Indiens macht jeder, was er will und alle hupen“, erzählt Sabine Buchta. Das hat sie anfangs verunsichert, nach drei Wochen hat sie selbst drauflosgehupt.Danach ging es nach Nepal, eineinhalb Monate wanderten die Niederösterreicher mit dem Rucksack durch das Land. Dann fuhren sie noch einmal nach Indien, diesmal bis nach Goa, und schließlich zurück nach Österreich.

August, der Reisewagen.…

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HONORARFREI. Sabine Buchta und Peter Unfried berei…

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„Intensive Erfahrung“

Buchta und Unfried fuhren durch die Wüste und übernachteten im Himalaja, badeten im Meer und in Gebirgsseen.

Und warum? „Ich habe früher beruflich genauso viel Diesel verfahren, wie jetzt auf der Reise. Und da ist mir das Reisen schon lieber“, erzählt Unfried. Die Erfahrungen, die er gemeinsam mit seiner Freundin bei der Reise gesammelt hat, seien „intensiv“ gewesen. „Wir haben uns auf die Länder eingelassen“, sagt Sabine Buchta. In manchen Ländern seien die Reaktionen auf ein unverheiratetes, kinderloses Paar irritierend gewesen. „Ich habe mir dann eben einen Ehering gekauft und zwei Söhne erfunden.“ Den Lastwagenmechaniker Andreas und den Studenten Peter.

Im Mai sind die beiden zurück nach Österreich gekommen. Zwei, drei Jahre wollen sie dableiben. „Es ist nicht so, dass es uns daheim nicht gefällt. Wir sind gerne hier“, sagen sie. Aber nächste Ziel steht schon fest: Sie wollen Südamerika erkunden.

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