Mehrere Verletzte: Jetski raste in Zuschauer

Zwei Notarzthubschrauber landeten am Ort des Geschehens. (Symbolbild)
Foto: KURIER /Gruber Franz

Ein Rennfahrer verlor die Kontrolle über sein Gefährt, das mehrere Personen erfasste. Vier Studenten mussten aus Schlauchboot gerettet werden.

Ein schwerer Unfall überschattete Sonntagnachmittag die Jetski-Europameisterschaft in Weitenegg, NÖ. Nach ersten Informationen dürfte ein Jetski-Fahrer bei einem Rennen die Kontrolle über sein Gefährt verloren haben, das Hunderte Kilogramm schwere Gerät raste in die Zuschauermenge. Ein Mann und eine Frau (zwischen 45 und 50 Jahre alt) erlitten schwere Verletzungen, ein elfjähriges Mädchen, das sich ebenfalls in dem Bereich befand, erlitt einen Schock. Eine weitere Frau dürfte ebenfalls zu Schaden gekommen sein. Die Polizei geht insgesamt von acht Verletzten aus. Zwei Notarzthubschrauber landeten am Ort des Geschehens.

"Wir haben den Leuten hundert Mal gesagt, dass sie nicht so weit zum Wasser gehen sollen. Leider haben sie nicht auf uns gehört", berichtet Bürgermeister Karl-Heinz Spring, der den ganzen Tag bei der Veranstaltung vor Ort war. Die Polizei untersucht nun den Vorfall.

Rettungsaktion

Auf welch lebensgefährliches Abenteuer sie sich da eingelassen hatten, das dürfte vier Grazer Studenten erst bewusst geworden sein, als sie Samstag hilflos in ihrem kleinen Schlauchboot gefangen waren: Ohne Schwimmwesten, umgeben von Wirbeln und Strudeln, während sie von der gewaltigen Strömung gegen ein riesiges Schleusentor bei der Baustelle des Mur-Kraftwerks Gössendorf gepresst wurden.

"Zum Glück reagierten sie da richtig", atmete Wolfgang Hübel von der Freiwilligen Feuerwehr Gössendorf am Sonntag nach einem dramatischen Rettungseinsatz auf.
Erst versuchten die Feuerwehr-Männer, mit drei Jet-Booten zu den Studenten zu gelangen, doch die Strömung war zu stark. Deshalb entschloss man sich, das Quartett von der Staumauer aus mit dem Seil zu bergen.

Die Studenten wurden mit Schwimmwesten versorgt, dann seilte sich der stellvertretende Feuerwehr-Kommandant Gerald Zechner, ein erfahrener Höhenretter, über 15 Meter zum Boot ab. Mittels Notrettungsgeschirr konnte ein Passagier nach dem anderen auf die Staumauer aufgeseilt werden.

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(kurier / Gertraud Walch, Johannes Weichhart) Erstellt am
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